Herbst, 1962. Der Kalte Krieg wird immer heißer, zumal US-Piloten bei einem Aufklärungsflug über Kuba entdecken, dass dort russische Nuklearraketen stationiert werden. Es beginnen 13 Tage, die die Welt hauchdünn an den Rande eines neuen Weltkriegs bringen. US-Präsident John F. Kennedy (Bruce Greenwood, Foto) gelingt es mit seinem Team nur mit knapper Not - gegen das Drängen des Militärs -, die Konfrontation abzuwenden. Reine Glücksache oder eine diplomatische Meisterleistung?

Dass ein derart trockenes Thema - schließlich kennt man den Ausgang der Krise - so packend sein kann, hätte man wohl kaum vermutet. Auch wenn dieser Film ausschließlich aus der Sicht der Kennedy-Regierung geschildert wird, wundert einen die Ehrlichkeit: Kritik am Militär fehlt ebensowenig wie glückliche Umstände, die zu einer friedlichen Lösung des Konflikts geführt haben. Viele Details sind mehr als erstaunlich und dürften auch Kenner der Krise überraschen. Dass die Welt mehr als hauchdünn an einer neuen Katastrophe vorbei geschlittert ist, ist schon verwunderlich. Dank einer hervorragenden Darsteller-Crew, der exzellenten Personenschilderung und der faszinierenden historischen Hintergründen ist dies - ohne viel gängige Action-Momente - Spannung pur, auch wenn die Inszenierung recht uneinheitlich ist.

Foto: ZDF/Andrzej Bartkowiak