Daniel Day-Lewis

Oscar-Preisträger und Hollywood-Superstart: Daniel Day-Lewis. Vergrößern
Oscar-Preisträger und Hollywood-Superstart: Daniel Day-Lewis.
Fotoquelle: Helga Esteb/shutterstock.com
Daniel Day-Lewis
Geboren: 29.04.1957 in London, Großbritannien

Der Großvater von Daniel Day-Lewis war der berühmte Sir Michael Balcon, der nicht nur der mächtigste Mann der britischen Filmindustrie war, sondern das gewaltige Filmtalent eines Alfred Hitchcock und Alec Guinness erkannte und förderte. Sein Vater war der Poet Laureate C. Day Lewis und seine Mutter die Schauspielerin Jill Balcon. Der Junge wird in der fortschrittlichen Privatschule Bedales erzogen, mit 15 steht er schon vor der Kamera als Auto-Vandale in John Schlesingers "Sunday, Bloody Sunday". Daniel versucht sich erst einmal als Schriftsteller, jobbt in verschiedenen Berufen, dann reizt ihn doch das Theater und er besucht die Schauspielschule des Bristol Old Vic.

Schon früh steht er in Bristol und London auf der Bühne, wird Mitglied der Royal Shakespeare Company und spielt am Westend Theatre in Julian Mitchells vieldiskutiertem College-Stück "Another Country" (1982), das Marek Kanievska 1986 (allerings in anderer Besetzung) verfilmt. Im Kino hat Daniel zu Beginn nur kleine Rollen, so in Richard Attenboroughs "Gandhi" (1982) und spielt - während er als Romeo in einer Produktion der Royal Shakespeare Company durch Großbritanniens Städte tourt - in Roger Donaldsons "Die Bounty" von 1984 einen Matrosen, der sich gegenüber dem Captain Bligh, gespielt von Anthony Hopkins, loyal verhält.

Dann aber gelingt ihm mit Stephen Frears' "Mein wunderbarer Waschsalon" der Durchbruch. Er spielt den anfangs gar nicht sympathischen Schwulen, der mit den Faschisten sympathisiert, dann aber den Pakistani Omar trifft. Der verliebt sich in ihn und gemeinsam bauen sie einen alten Waschsalon. Seine ehemaligen Freunde demolieren das Geschäft, doch Johnny steht zu seinem neuen Freund. Noch vor seinem großen internationalen Erfolg und der Oscar-Auszeichnung für die Rolle des behinderten Christy Brown in Jim Sheridans "Mein linker Fuß" (1989) - parallel dazu spielt er im National Theatre den "Hamlet" - ist er in zwei wichtigen Filmen besetzt: In der E. M. Foster-Adaptation "Zimmer mit Aussicht" ist er der junge Cecyl Vyse, dessen Liebe zu Helena Bonham Carter zurückgewiesen wird. Und als der angesehene Gehirnchirurg Tomas zwischen den beiden Frauen Lena Olin und Juliette Binoche ist er in Philip Kaufmans Kundera-Adaptation "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" zu sehen.

Wie Jeremy Irons gehört er zu den vielseitigsten jungen britischen Schauspielern, ja seine schauspielerische Wandlungsfähigkeit ist größer als bei Irons. Daniel ist eine seltene Mischung aus ernsthaftem Schauspieler mit eindrucksvoller Bühnenvergangenheit und ist längst ein amerikanischer Kinostar, wie vor ihm eigentlich nur Laurence Olivier. Day-Lewis ist wie ein Chamäleon: Mal ein Schwächling, dann wieder ein Kraftbolzen und auch im Sympathiegrad wandelt er sich rasch. Mit dem irischen Regisseur Jim Sheridan entwickelt sich eine starke Freundschaft. Nach dem Erfolg mit "Mein linker Fuß" spielt er auch die Hauptrolle in dem kämpferischen Nord-Irland-Film "Im Namen des Vaters" (1993). Day-Lewis ist Gerry Conlon, ein junger Ire, der bei einer Hippigruppe unterschlüpft, aber nach ein paar IRA-Anschlägen mit seinen Freunden in den Knast gerät. Dort wird er brutal verhört und gefoltert, und erst am Ende von einer mutigen Anwältin vor Gericht freigekämpft. Für diese Rolle erhält Daniel Day-Lewis eine Oscar-Nominierung.

1997 ist es wieder Sheridan, der mit Day-Lewis in der Hauptrolle "Der Boxer" dreht, ein in Belfast angesiedeltes Boxer-Drama, das aber zu großen Teilen in Dublin abgedreht wird. Day-Lewis spielt einen ehemaligen IRA-Aktivisten, der nach 14 Jahren Knast in seine alte Nachbarschaft zurückkehrt und langsam seiner früheren Liebe alias Emily Watson näherkommt. Sie leben unter den misstrauischen Blicken der Bevölkerung, die jede ihrer Schritte beobachtet. Weitere Rollen von Daniel Day-Lewis waren der Unglücksrabe in "Stars and Bars - Der ganz normale amerikanische Wahnsinn" (1988), der Grinsemann "Eversmile" (1989), der edle "Lederstrumpf" Hawkeye in Michael Manns "Der letzte Mohikaner" (1992), ein gepflegter New Yorker in Martin Scoreses "Zeit der Unschuld" (1993), John Proctor in Nicholas Hytners "Hexenjagd" nach Arthur Miller (1996) und Bill the Butcher, der in seinem New Yorker Viertel wie ein König regiert, in Martin Scorseses Meisterwerk "Gangs of New York" (2002). Für diese Rolle wurde er 2003 mit dem British Academy Film Award als bester Schauspieler ausgezeichnet und für den Oscar nominiert. Einen Oscar erhielt er schließlich für seine phänomenale Leistung als Öl-Magnat in "There Will Be Blood" (2007). Den Golden Globe als bester Hauptdarsteller in einem Drama und erneut den Oscar als bester Hauptdarsteller brachte ihm seine fantastische Leistung in der Rolle des US-Präsidenten "Lincoln" (2012) in Steven Spielbergs für weitere elf Oscars nominierten gleichnamigen Hollywood-Blockbuster ein.

Weitere Filme mit Daniel Day-Lewis: "Artemis 81" (1981, TV), "How Many Miles to Babylon?" (1982), "Frost in May" (1982, TV), "My Brother Jonathan" (1985, TV), "The Insurance Man" (1986, TV), "Nanou" (1986), "The Ballad of Jack and Rose" (2005), "Nine" (2009).


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