Um 1900 verdient sich Daniel Plainview seinen Lebensunterhalt recht mühselig als Gold- und Silberschürfer. Als er dabei eher zufällig auf Öl stößt, widmet er sich fortan dem schwarzen Nass. Nachdem er dem Tipp eines Farmerjungen folgend mehr und mehr Land aufkauft, entwickelt sich der Einzelgänger zu einem mächtigen Ölbaron. Als sein Stiefsohn bei einer Gasexplosion sein Gehör verliert, schiebt ihn Plainview herzlos ab. Da seine Gier keine Grenzen kennt, tritt er zwecks Landkaufs sogar einer kirchlichen Sekte bei...

Mit gewaltigen Bildern, einem gewöhnungsbedürftigen Soundtrack und einem mit unglaublicher Präsenz aufspielenden Daniel Day-Lewis (er bekam für seine Leistung den Oscar) gelang Paul Thomas Anderson ("Boogie Nights", "Magnolia") eine ebenso ambitionierte wie ungewöhnliche Umsetzung des Romans "Öl!" von Upton Sinclair. Day-Lewis liefert mit dem profitgierigen, skrupellosen Plainview eine weitere meisterhafte Facette seines enormen Könnens. Die Musik allerdings nervt über weite Strecken, da sie Handlungsstränge vorwegnimmt und überinterpretiert. Regisseur Anderson erhielt für sein Werk 2008 den Regiepreis der Filmfestspiele von Berlin.

Foto: Disney