Ihre Augen leuchten, wenn die Phoenix-Kraft sie durchdringt, aber Jean Grey (Sophie Turner) wird dann auch sehr gefährlich!
"X-Men: Dark Phoenix" ist der letzte Film mit den X-Men, der von 20th Century Fox produziert wurde.

X-Men: Dark Phoenix

KINOSTART: 06.06.2019 • Science-Fiction • USA (2018) • 114 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Dark Phoenix
Produktionsdatum
2018
Produktionsland
USA
Laufzeit
114 Minuten

Filmkritik

Doppelt hält besser?
von Peter Osteried

Die X-Men verabschieden sich von 20th Century Fox. Das Ende einer Ära ist gekommen – aber ist "X-Men: Dark Phoenix" der Knaller zum Ende oder eher ein laues Lüftchen?

Mehrmals wurde der Starttermin von "X-Men: Dark Phoenix" verschoben. Massive Nachdrehs standen an, der gesamte letzte Akt musste neu gedreht werden. Ursprünglich sollte das Finale im All spielen, Ähnlichkeiten mit einem anderen Superhelden-Film sorgten dann aber für ein Umdenken, sodass man noch einige Zeit und Geld investieren musste – und das, als schon klar war, dass die X-Men mit diesem Film ihren Abschied von Fox nehmen und künftig bei den Marvel Studios ihre Abenteuer erleben. Nach dem Verkauf von Fox an Disney war das die logische Konsequenz. Der Film war nicht als Abschluss der Reihe geplant, doch nun ist er genau das geworden. Merkwürdigerweise mit einer Geschichte, die man sehr ähnlich schon vor Jahren in "X-Men: Der letzte Widerstand" gesehen hat.

Im Jahr 1975 nimmt Professor Xavier (James McAvoy) die erst achtjährige Jean Grey (Sophie Turner) in seine Schule auf, um ihr beizubringen, mit ihren enormen Kräften umgehen zu lernen. 17 Jahre später befinden sich die X-Men auf einer Mission im All, um Astronauten aus einem havarierten Shuttle zu retten. Doch dabei kommt es zur Katastrophe: Jean wird von einer überirdischen Energiewelle erwischt, überlebt jedoch. Doch sie ist nicht mehr, wer sie einmal war. Vergangene Traumata manifestieren sich, enorme Wut bricht sich Bahn, und Jean wird zu einer immensen Gefahr, während Außerirdische auf die Erde gekommen sind, die Jean zu korrumpieren versuchen.

Die Entscheidung, den Comic-Klassiker "Dark Phoenix" aus den frühen 1980er-Jahren erneut zu adaptieren, ist im besten Fall fragwürdig, denn den Aufstieg und Fall von Jean Grey als Phoenix hat man schon in "X-Men: Der letzte Widerstand" gesehen. Das war sicherlich keiner der besseren Filme der Reihe, zumindest aber das Finale hatte etwas mehr emotionalen Widerhall. Das soll aber nicht heißen, dass "X-Men: Dark Phoenix" nicht unterhalten könnte. Allerdings merkt man dem Film an, dass irgendwie kleinere Brötchen gebacken werden. Die Geschichte erreicht nie die Intensität und Größe, die sie haben könnte. Dass es logische Ungereimtheiten gibt, die auch mit dem vorherigen Film zu tun haben, kann man getrost ignorieren – in Sachen Kontinuität war das "X-Men"-Franchise noch nie groß.

Leider fällt in manchen Szenen auf, dass im Nachhinein kräftig am Film herumgedoktert wurde. Als Professor Xavier seine X-Men versammelt, um im letzten Akt Jean Grey zu retten, fehlt aus unerfindlichen Gründen der von Evan Peters gespielte Quicksilver, obwohl er zuvor noch sehr prominent eingesetzt wurde. Das mag vielleicht damit zusammenhängen, dass Peters für die Nachdreharbeiten keine Zeit hatte, auf jeden Fall sorgt es für einen narrativen Bruch. Was die übrigen Figuren betrifft, so wird im Grunde Dienst nach Vorschrift geboten. Sie handeln alle so, wie man es erwartet, inklusive der immergleichen Konflikte, hier erneut zwischen dem Professor und Magneto, nur dass man letzteren das auch süffisant kommentieren lässt.

Problematisch ist auch Jessica Chastains Rolle als Vuk, da nie wirklich klar wird, was ihre Aufgabe eigentlich ist. Sie und ihre Kumpane sind Action-Katalysatoren, mehr aber auch nicht. Hier spürt man verschwendetes Potenzial, da man aus der Schauspielerin, aber auch ihrem Part mehr hätte herausholen können.

Unterm Strich ist "X-Men: Dark Phoenix" gefälliges Action-Kino, der große Wurf zum Ende der Reihe ist er aber nicht geworden. Den Höhepunkt hat das Franchise im Jahr 2014 mit "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" erlebt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Darsteller

Jennifer Lawrence wurde vor allem durch ihre Rolle in "Die Tribute von Panem" bekannt.
Jennifer Lawrence
Wurde als CIA-Agentin Maya in dem Doku-Drama "Zero Dark Thirty" bekannt: Jessica Chastain
Jessica Chastain

Neu im kino

Klara und die Sonne (2026)
Klara und die Sonne
Science Fiction • 2026
prisma-Redaktion
By Any Means (2026)
By Any Means
Thriller • 2026
prisma-Redaktion
Die Blutgräfin (2026)
Die Blutgräfin
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Der perfekte Urlaub (2026)
Der perfekte Urlaub
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Clayface (2026)
Clayface
Horror • 2026
prisma-Redaktion
Ali G: Who Iz I? (2026)
Ali G: Who Iz I?
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte (2026)
Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte
Drama • 2026
prisma-Redaktion
Street Fighter (2026)
Street Fighter
Action • 2026
prisma-Redaktion
Whalefall (2026)
Whalefall
Thriller • 2026
Sinn und Sinnlichkeit (2026)
Sinn und Sinnlichkeit
Drama • 2026
prisma-Redaktion
The Social Reckoning (2026)
The Social Reckoning
Drama • 2026
prisma-Redaktion
Alte Liebe (2026)
Alte Liebe
Drama • 2026
prisma-Redaktion
Lügen über meine Mutter (2026)
Lügen über meine Mutter
Drama • 2026
prisma-Redaktion
Digger (2026)
Digger
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Verity – Dunkle Geheimnisse (2026)
Verity – Dunkle Geheimnisse
Mystery • 2026
prisma-Redaktion
Corpus Delicti (2026)
Corpus Delicti
Drama • 2026
prisma-Redaktion
Emil und die Detektive (2026)
Emil und die Detektive
Familie • 2026
prisma-Redaktion
Eiserne Wildnis – Heart of the Beast (2026)
Eiserne Wildnis – Heart of the Beast
Abenteuer • 2026
prisma-Redaktion
Bibi Blocksberg – Die total verhexte Zeitreise (2026)
Bibi Blocksberg – Die total verhexte Zeitreise
Familie • 2026
prisma-Redaktion
Adams Acht (2026)
Adams Acht
Drama • 2026
prisma-Redaktion
Coyote vs. ACME (2026)
Coyote vs. ACME
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern (2026)
Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern
Liebesfilm • 2026
prisma-Redaktion
Bad Apples (2026)
Bad Apples
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Oasis: Don't Look Back in Anger (2026)
Oasis: Don't Look Back in Anger
Dokumentarfilm • 2026
prisma-Redaktion
Vaterland (2026)
Vaterland
Drama • 2026
prisma-Redaktion
That's Why the Lady Is A Champ (2025)
That's Why the Lady Is A Champ
Historie • 2025
prisma-Redaktion
Das gewisse Etwas (2026)
Das gewisse Etwas
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Das Ende der Sterne (2026)
Das Ende der Sterne
Science Fiction • 2026
prisma-Redaktion
Oh la la 2 – Neue Tests, neues Chaos (2026)
Oh la la 2 – Neue Tests, neues Chaos
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
One Night Only (2026)
One Night Only
Komödie • 2026
prisma-Redaktion