Die moderne Welt erklären ohne Facebook – eigentlich unmöglich. Drehbuchautor Aaron Sorkin und Regisseur David Fincher griffen also ein durchaus bedeutsames Thema auf, als sie 2010 in "The Social Network" nacherzählten, wie Mark Zuckerberg seine Netzwerk-Idee entwickelte und zu einem weltumspannenden Erfolg machte. Das Biopic-Drama mit Jesse Eisenberg in der Hauptrolle gewann zahlreiche Filmpreise, darunter vier Golden Globes und drei Oscars.
16 Jahre später erzählt Aaron Sorkin die Geschichte in "The Social Reckoning" weiter, wobei der Autor bei dem Sequel auch selbst Regie führte. Meta-Boss Mark Zuckerberg wird nicht mehr von Jesse Eisenberg verkörpert, der sich der Figur inzwischen nach eigener Aussage entwachsen fühlt, sondern von Jeremy Strong. Zuckerberg ist diesmal aber ohnehin nicht die Hauptfigur, der Fokus liegt stattdessen auf Frances Haugen (Mikey Madison) und Jeff Horowitz (Jeremy Allen White).
Frances Haugen arbeitet als Ingenieurin bei Facebook, hat in ihrer Funktion Einblick in wichtige Abläufe im Hintergrund und sieht in internen Papieren und Protokollen Dinge, die sie bestürzen. Dinge, von denen die Öffentlichkeit ihrer Meinung nach dringend erfahren sollte. Es geht um politische Radikalisierung, um den negativen Einfluss von sozialen Medien auf junge Menschen, um das Wohl der Gesellschaft. Also wendet die Whistleblowerin sich an Jeff Horowitz, einen Journalisten des "Wall Street Journal". Bald schon beginnt die Arbeit an einer Serie von Artikeln, die die Welt aufklären und aufrütteln sollen, doch Mark Zuckerberg und sein Unternehmen stemmen sich mit aller Macht gegen diese "Abrechnung" (englisch "reckoning").