ARTE-Doku

Wie Hygiene über Leben und Tod entscheidet

von Sarah Kohlberger

Die ARTE-Doku "Auf Leben und Tod – Meilensteine der Hygiene" beleuchtet die teilweise erstaunlichen Wechselwirkungen von Sauberkeit und Krankheit.

ARTE
Auf Leben und Tod – Meilensteine der Hygiene
Dokumentation • 20.03.2021 • 20:15 Uhr

Die aktuell grassierende Corona-Pandemie ist bei Weitem nicht die erste Seuche, die die Welt in Atem hält: Krankheiten wie Syphilis, Lepra oder Cholera sorgten in den letzten Jahrhunderten für zahlreiche Todesopfer. Eine besonders ansteckende Infektionskrankheit war die Pest, die vor allem im 14. Jahrhundert weltweit grassierte. Schon damals reagierte man mit entsprechenden Maßnahmen: In der italienischen Stadt Venedig, in der sich Reisende aus der ganzen Welt trafen, wurden Hafensperren verhängt, außerdem wurden Erkrankte auf die Pestinsel, die "Isola", gebracht. Ab 1468 durften Einreisende erst nach 40 Tagen Quarantäne Venedig betreten. Seitdem sind Maßnahmen wie Isolation und Quarantäne gängige Strategien, um Infektionskrankheiten aufzuhalten – noch bis heute.

Der Umgang mit Infektionskrankheiten sorgte immer wieder für neue Hygienekonzepte. Die aufschlussreiche Dokumentation "Auf Leben und Tod – Meilensteine der Hygiene", die ARTE nun erstmals ausstrahlt, setzt sich mithilfe von Spielszenen, Grafiken und Zeichnungen detailliert mit der Körperpflege der letzten Jahrhunderte auseinander: von der Entwicklung der Toilettenhygiene über die Bedeutung von Wellnessbehandlungen bis hin zur Errichtung von Volksbädern.

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Später etablierten sich neben Isolation und Quarantäne auch Errungenschaften wie Impfstoffe. Diese Meilensteine der Hygiene werden auch in Zukunft wichtige Themen sein, wie die Dokumentation von Claudia Spoden verdeutlicht. "Die Frequenz nimmt zu und auch die Wahrscheinlichkeit, dass ständig neue Epidemien ausbrechen", erklärt der Medizinhistoriker Karl-Heinz Leven. "Das heißt, wir sind in einem epidemischen Zeitalter angekommen."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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