Am Samstagabend überträgt die ARD das Pokalfinale zwischen dem FC Bayern München und RB Leipzig live. Doch der Fußballtag beginnt schon am Vormittag.

Nicht nur das Rathaus am Münchner Marienplatz hat einen Balkon. Auch am Alten Rathaus am Markt in Leipzig ließe sich sehr gut feiern. Schon einmal standen die Spieler von RB Leipzig auf dem Balkon des Renaissancebaus. Im Mai 2016 wurde dort vor zehntausenden Fans der Aufstieg in die Bundesliga gefeiert. Der MDR übertrug damals live.

Nur zehn Jahre nach seiner Gründung steht Red-Bull-Ableger RB Leipzig im DFB-Pokalfinale. Im Endspiel gegen den Rekord-Pokalsieger aus München könnte der von Kritikern als "Brause-Klub" geschmähte Verein nun seinen ersten Titel einfahren. Es wäre ein weiterer Schritt eines auf dem Reißbrett entworfenen durchaus erfolgreichen sportlichen Konstrukts. Emil Forsberg, schwedischer Nationalspieler bei RBL, etwa sagte nach dem Einzug ins Berliner Finale: "Ich bin schon lange in diesem Verein (seit 2015). Und Titel waren auch das Ziel, als ich hierhergekommen bin." Gelingt der Coup tatsächlich, sei der Balkon am Alten Rathaus übrigens reserviert. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) würde ihn für einen DFB-Pokalsieger aus Sachsen nur zu gerne öffnen.

Das Endspiel in Berlin ist das zweite Aufeinandertreffen zwischen dem FC Bayern und Leipzig innerhalb des Pokal-Wettbewerbs. In der Saison 2017/2018 kam es bereits in der zweiten Spielrunde zu dem Duell. Es blieb brisant bis zum Showdown vom Punkt. Bayern München siegte im Oktober 2017 nach Elfmeterschießen 5:4.

Von einem zu erwartenden spannenden Duell auf Augenhöhe berichtet das Erste knapp eine Stunde vor Anpfiff. Live aus dem Berliner Olympiastadion meldet sich Gerhard Delling als Moderator. Das Endspiel kommentiert Gerd Gottlob. Der Anstoß erfolgt gegen 20 Uhr.

"Finaltag der Amateure" beginnt schon vormittags

Das DFB-Pokalendspiel ist der Höhepunkt eines totalen Fußballtages im Ersten. In seiner nunmehr vierten Auflage wird der "Finaltag der Amateure" erstmals direkt vor dem Duell der Profis ausgetragen. Dahinter stehen insgesamt 21 Endspiele aller Verbände innerhalb des Deutschen Fußball Bundes (DFB). Die jeweiligen Gewinner qualifizieren sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals in der kommenden Saison 2019/2020.

Das Erste überträgt alle Partien in einer bundesweiten Livekonferenz. Die Spiele werden auf die drei unterschiedlichen Anstoßzeiten 10.30 Uhr, 14.15 Uhr und 16.15 Uhr über den Tag verteilt. Die wohl umfangreichste Fußballübertragung aller Zeiten beginnt diesmal um 10.10 Uhr.

Das Konzept, große Bühne für Amateurkicker, zahlte sich für den verantwortlichen WDR bislang aus. 1,9 Millionen Fernsehzuschauer schalteten in der Spitze beim Finaltag 2018 ein, der Marktanteil betrug bis zu zwölf Prozent. Beide Werte lagen etwas niedriger als im Jahr zuvor (2,27 Millionen, 13,1 Prozent). Im Eröffnungsjahr 2016 hatten in der Spitze zwei Millionen zugesehen, bei einem Marktanteil von 10,2 Prozent.


Quelle: teleschau – der Mediendienst