War es das mit Universals Monsterfilm-Universum? Dem "Hollywood Reporter" zufolge haben sich Alex Kurtzman und Chris Morgan, die als Autoren und Produzenten die Architekten des "Dark Universe" waren, von dem Großprojekt verabschiedet. Grund dafür dürften die schlechten Kritiken und Einspielergebnisse von "Die Mumie" sein.

Das Horrorabenteuer mit Tom Cruise, das den Grundstein für ein Franchise legen sollte, spülte Universal im Sommer insgesamt 409 Millionen US-Dollar in die Kassen – bei einem Produktions- und Werbebudget, das auf 345 Millionen US-Dollar geschätzt wird.

Was nach dem Abgang von Kurtzman und Morgan nun aus den geplanten Filmen über klassische Filmmonster wie den Wolfsmenschen oder den Unsichtbaren werden wird, in denen unter anderem Johnny DeppRussell Crowe und Javier Bardem Hauptrollen übernehmen sollten, ist unklar. Bereits Anfang Oktober wurde die Vorproduktion von "Bride of Frankenstein" unterbrochen, weil die (ehemaligen) Verantwortlichen mit dem Drehbuch von David Koepp unzufrieden waren. Regisseur Bill Condon soll trotz allem noch an Bord sein, heißt es aus Insiderkreisen.

"Nie zu spät für Kurskorrekturen"

Dass Universal das ambitionierte Projekt zu den Akten legen wird, glaubt Box-Office-Experte Paul Dergarabedian nicht: "Sie können das nicht aufgeben, diese Figuren sind Universals Erbe". Es sei zu früh, das "Dark Universe" abzuschreiben: "Es ist nie zu spät für Kurskorrekturen", meint der Analyst und verweist auf Sonys erfolgreichen Neustart mit "Spider-Man: Homecoming" oder den aktuellen dritten "Thor"-Film, der erfolgreicher startete als die beiden Vorgänger.

"Wir haben im Laufe des kreativen Prozesses um das Dark Universe viel gelernt", zitiert "Hollywood Reporter" Universal-Produktionschef Peter Cramer. "Wir werden nichts überstürzen und mit diesen Filmen erst weitermachen, wenn wir denken, dass wir die beste Lösung gefunden haben."


Quelle: teleschau – der Mediendienst