Dass sich dieses Duo nun trennt, ist schade. Doch in der fünften Folge von The Taste wurde zuerst Frank Rosin grantig, und dann verschüttete die verzagte Catharina auch noch den ganzen Alkohol. Auf einem Löffelchen Schwarzwälder Kirschtorte kommt zu viel Schnaps nun wirklich nicht gut. Doch nicht nur deshalb ist die 31-jährige Bloggerin jetzt endgültig aus der Kochshow geflogen. Je mehr sich bei The Taste die Reihen der Kandidaten lichten, desto deutlicher wird: Wer in der Küche unter höchstem Stress keine Nerven aus Stahl beweist, steht ganz schnell auf der Kippe.

Damit kommt die Bühne im SAT.1-Studio den Bedingungen in einer realen Restaurantküche erstaunlich nahe. Da wird geschrien und es ist hektisch. Wobei es natürlich auch im echten Leben einen Unterschied macht, ob man den hitzigen Frank Rosin oder die tiefenentspannte Cornelia Poletto als Chef hat. Ein gutes Team muss harmonieren. Eigentlich, wenn man so darüber nachdenkt, hat das Team Frank Rosin und Catharina in seiner Verplantheit sehr gut harmoniert: Er fasst sich in die Haarstoppeln und brüllt hektisch Anweisungen, sie huscht leicht amüsiert zwischen Herd und Ofen hin und her. Das sah so drollig aus, dass es richtig schade ist, dass man die beiden fortan nicht mehr zusammen kochen sieht.

Gemein: um elf Uhr abends noch Torten in Nahaufnahme zeigen

Richtig fies ist aber auch, wenn man zuerst Roastbeef, Rouladen und Scampi in Nahaufnahme zeigt und anschließend noch köstliche Torten. Schokolade, noch warmer Teig, Kirschen – und das um halb elf, wenn die meisten Zuschauer womöglich schon Zähne geputzt haben. In der fünften Folge lautete das Thema: Textur. Knusprig, geliert, cremig und fluffig mussten die vier Teams ihre Löffel in der ersten Runde, dem Teamkochen, zubereiten. Heraus kamen dabei sehr extravagante, einfallsreiche Löffelkreationen. Die gelierten Krustentier-Spaghetti waren im Mund des Gastjurors und Sternekochs Juan Amador aber ein Klacks gegen den Gewinner dieser Challenge: Die Knödel.

Profane Semmelknödel, damit hat Michael sich in die Immunität gekocht. Deshalb konnte ihm der rote Stern, den Alexander Herrmann ihm im Solokochen für seine etwas roh geratene Kalbsleber mit Zwiebel-Apfelpüree verpasste, nichts mehr anhaben. Ein Sieg und ein roter Stern für denselben Koch – da wird deutlich, wie schmal der Grad zwischen einem köstlichen und einem scheußlichen Gericht manchmal ist. The Taste treibt das Prinzip mit seinen winzigen Löffel-Portionen raffiniert auf die Spitze. Am eigenen Herd kann der Hobbykoch bei einem ganzen Teller mit Knödeln schon weit weniger falsch machen.

Es herrscht Gleichstand zwischen den vier Teams der Coaches

"Am Ende kackt die Ente" ist eine Redensart, die aus dem Fußball kommt und so viel heißt wie: Am Schluss eines Spiels stehen Sieger und Verlierer fest. Mit dem Spruch hat die 26-jährige Profiköchin Lisa sehr gut beschrieben, wie es läuft: Wenn der Juror bereits kaut, kann man ihn nicht mehr umstimmen. Am Mittwoch hieß das, dass die gelernte Hebamme Karen nach der ersten Runde das Team Alexander Herrmann für einen gefloppten Löffel von Marlene verlassen musste. In der zweiten Runde sammelten Catharina, Tarek und Nora rote Sterne und mussten im Entscheidungskochen verschiedene Torten auf ihrem Löffel dekonstruieren und zu einer neuen Kreation zusammensetzen.

Ob es nun an der ordentlichen Portion Schnaps lag oder an der Sahne: Catharinas Löffel war es, den der Gastjuror am schlechtesten bewertete. Somit verlässt nach Karen auch Catharina The Taste und in den vier Teams herrscht nun Gleichstand: Team Herrmann, Poletto, Rosin und Trettl haben jeweils noch drei Kandidaten, die am Mittwoch, 15. November, um 20.15 Uhr bei SAT.1 wieder gegeneinander antreten werden.