Karin Dor ist im Alter von 79 Jahren in München gestorben. Die Schauspielerin ist bis heute das einzige deutsche Bond-Girl und stand auch für Alfred Hitchcock vor der Kamera.

Der Regisseur soll einst gesagt haben, Dor habe "die schönsten Augen der Welt", doch die Schauspielerin, die unter dem Suspense-Meister in "Topas" spielte und eine Oscar-Nominierung für die beste Nebenrolle bekam, hat das hinterher heftig dementiert. Denn: "Hitchcock ist doch ein gescheiter Mann. Der sagt so einen Blödsinn nicht."

Wahr aber ist, dass Karin Dor bis heute das einzige deutsche Bond-Girl der Kinogeschichte geblieben ist – 1967 trat sie an der Seite von Sean Connery in "Man lebt nur zweimal" als "Helga Brandt" in Erscheinung. Wie erst jetzt bekannt und durch ihren Sohn bestätigt wurde, starb die Schauspielerin bereits am Montag in einem Pflegeheim im München. Sie wurde 79 Jahre alt.

Winnetou, Hitchcock und Bond

Geboren wurde Karin Dor 1938 als Kätherose Derr in Wiesbaden. Berühmt wurde sie in den 60er-Jahren mit Heimatfilmen, Edgar-Wallace-Filmen und Winnetou-Filmen, meist vom Ex-Ehegatten Harald Reinl gedreht, den sie 1954 heiratete. Höhepunkte waren die Engagements unter Hitchcock und bei James Bond. "Sie haben", sagte Karin Dor später über die Filme, "sehr viel Spaß gemacht". Dem doch nicht erreichten Oscar weinte sie keine Träne nach. Goldie Hawn habe ihn für die "Kaktusblüte" verdient.

Bis in die frühren 70er-Jahre hinein stand ihre Karriere in voller Blüte, dann gesellten sich zu einer beruflichen Flaute psychische und gesundheitliche Probleme. Karin Dor, die dreimal verheiratet war und mit dem 2007 verstorbenen Stuntman George Robotham eine Weile in den USA lebte, spielte nun verstärkt Boulevardkomödien, zuletzt am Bayerischen Hof.

Schwerer Sturz

Nach einem schweren Sturz im Jahr 2016 trat sie zunächst wieder vor Publikum auf, konnte sich von den erlittenen Kopfverletzungen aber nicht mehr erholen. Ihr Zustand, berichtet "Bild", habe sich seit März zunehmend verschlechtert.

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Quelle: teleschau – der Mediendienst