Am Sonntag ist die sechste Staffel der SAT.1-Sendung "Das große Backen" zu Ende gegangen. Favoritin Susanne sicherte sich im Finale den Sieg und darf sich nun "Deutschlands beste Hobbybäckerin 2018" nennen. In den sozialen Netzwerken wurde danach eifrig diskutiert: War Susannes Sieg etwa ungerecht?

Die 31-Jährige hatte eigentlich über die gesamte Staffel überzeugt, sich häufiger als jeder andere Kandidat die "Rote Schürze" für den besten Bäcker der Woche geholt. Susanne versteht ihr Handwerk, daran dürfte es keine Zweifel geben. Und doch gab es nach dem Finale auf der Facebook-Seite der Sendung und auch bei Twitter zahlreiche Unmutsäußerungen. Warum?

Nun: Vor der Urteilsverkündung hatten die Juroren Betty Schliephake-Burchardt und Christian Hümbs betont, dass nur die finale Hochzeitstorte über den Sieg entscheiden würde. Die bisherigen Leistungen von Susanne und ihrem Mitstreiter Benjamin seien nicht relevant. Während die Jury an Benjamins Hochzeitstorte so gut wie gar nichts auszusetzen hatte, gab es für Susannes Kreation das ein oder andere kritische Wort. Doch am Ende gewann sie trotzdem die 10.000 Euro, zudem kommt ihr eigenes Backbuch in den Handel.

Bei Facebook regnete es negative Kommentare. "Warum sagt man bei Benjamin das seine Torte "PERFEKT" war (mehr als perfekt geht doch nicht) und lässt sie gewinnen obwohl bei ihr so viele Sachen aufgezählt würden die nicht so gelungen waren", schrieb ein User. "Ich fand die Staffel diesmal auch sehr unfair. Man merkte von Anfang an, dass Susanne der Liebling der Jury war", meinte eine andere TV-Zuschauerin bei Facebook. 

Allerdings verteidigten auch Zuschauer die Entscheidung der Jury. "Herzlichen Glückwunsch, verdient gewonnen, konstant gut abgeliefert. Zum Glück gibt es verschiedene Geschmäcker", so ein Facebook-Kommentar. Und eine Zuschauerin war ob der "Missgunst" und des "Mobbings" gegenüber Susanne fassungslos. Einige User bei Facebook und Twitter betonten, dass Susanne über die ganze Staffel hinweg gute Kuchen und Torten gezaubert hatte.

Dass so heftig über Jury-Entscheidungen diskutiert wird, ist bei Casting-Shows nicht ungewöhnlich. Schließlich entwickeln die Zuschauer mit der Zeit Sympathien für bestimmte Kandidaten und fiebern mit.

Bei "Das große Backen" allerdings isst das Auge mit, und zwar nur das Auge. Wie die Torten wirklich geschmeckt haben, lässt sich für den TV-Zuschauer nicht beurteilen. Und außerdem lässt sich über Geschmack bekanntlich ja sowieso nicht streiten. In diesem Fall dürfte der Ärger bei den Zuschauern also vor allem darin begründet sein, dass die Jury-Kommentare zur Hochzeitstorte nicht zum finalen Urteil zu passen schienen.