Auf dem bevorstehenden Parteitag Anfang Dezember in Hamburg wird Angela Merkel nicht mehr für den CDU-Vorsitz kandidieren. Die möglichen Nachfolger bringen sich in Stellung.

Erneut verheerende Verluste der CDU bei den Landtagswahlen in Hessen (minus 11,3 Prozent) brachten die Entscheidung. Angela Merkel kündigte am 29. Oktober an, im Dezember 2018 den Parteivorsitz der CDU abzugeben. Auch wolle sie nach Ablauf ihrer Amtszeit 2021 nicht erneut als Kanzlerin kandidieren und auch kein anderes politisches Amt anstreben, so die 64-Jährige. Für die Unions-Partei ist dieser Rückzug eine Zäsur, wie CDU-Ministerin Ursula von der Leyen es beschrieb. Er ist aber auch die Chance auf einen Neuanfang – nach 18 Jahren mit Merkel als Bundesvorsitzende. Wie aber bringen sich die möglichen Nachfolger vor dem entscheidenden Parteitag in Hamburg (Freitag und Samstag, 7. und 8. Dezember) in Stellung?

Vom Tag der hessischen Landtagswahl Ende Oktober an beobachtete das Autorenteam Stephan Lamby, Nils Casjens, Maik Gizinski und Frank Zintner die Gemengelage in der CDU aus der Nähe. Ihr Film "Der Machtkampf – wer folgt auf Merkel?" zeigt, dass die sehr unterschiedlichen Favoriten Friedrich Merz, Jens Spahn und Annegret Kramp-Karrenbauer ihren politischen Wettstreit um die Parteispitze auf offener Bühne ausfechten. Das ist ungewöhnlich für die CDU. Denn in den langen Merkel-Jahren zuvor wurden solche Personalentscheidungen meist versteckt in Hinterzimmern getroffen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst