Das in Sachen Quoten erfolgsverwöhnte RTL-Dschungelcamp musste am Sonntagabend ab 22.10 Uhr einen Quotendämpfer hinnehmen. Mit 5,2 Millionen Zuschauern verlor die Reality-Show aus dem australischen Urwald ein bis eineinhalb Millionen Interessenten gegenüber den starken Auftaktsendungen am Freitag (6,49 Millionen) und Samstag (6,28 Millionen).

Ob der Rückgang dem "ernsthaften" Gegenprogramm geschuldet war? Am "Tatort", der diesmal aus Köln kam, führte während der Primetime wieder mal kein Weg vorbei. Trotz eher mauer Kritiken für die Folge "Bausünden" versammelten die langlebigen WDR-Kommissare Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) fantastische 11,5 Millionen Zuschauer vor dem Fernsehgerät.

Der ein oder andere von ihnen wird wohl im Ersten geblieben sein und die anschließende GroKo- Entscheidung der SPD bei "Anne Will" verfolgte haben. Insgesamt verfolgten den brandaktuellen Polittalk überdurchschnittliche 4,7 Millionen Zuschauer. Am Montagabend dürfte der ein oder andere wieder zum Insektenessen und der Sozialakrobatik von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" wechseln.

Ein beachtliches Gegenprogramm zu Mord & Maden lieferte im Übrigen ProSieben. Die private RTL-Konkurrenz legte sich auf American Football fest und zeigte acht Stunden lang eine – deutsche – Randsportart in der Primetime. Mit beachtlichem Erfolg: Die beiden NFL-Halbfinals verfolgten, bei stark schwankenden Quoten, immerhin bis zu 1,3 Millionen, die sich für den US-Sport begeistern konnten.


Quelle: teleschau – der Mediendienst