35 Millionen Gulden, umgerechnet etwa 16 Millionen Euro: Nach Ansicht der Amsterdamer Gangster Cor Van Hout (Jim Sturgess) und Willem Holleeder (Sam Worthington) würde eine solche Summe leicht zu bekommen sein – als Lösegeld für den schwerreichen Biermagnaten Alfred "Freddy" Heineken. Also entführten die beiden an einem kalten Novembertag des Jahres 1983 den Bierbaron samt Chauffeur im Auto vor seinem Büro.

Die Polizei lehnte die Übergabe des Lösegelds ab, Heineken wurde in den Docklands von Amsterdam versteckt, blieb aber cool und bot den Entführern verbal die Stirn. Das zog sich drei Wochen hin, dann verlor Heinekens Familie die Nerven – und zahlte das Lösegeld.

Diese wahre Geschichte wurde vom Thriller-Experten Daniel Alfredson 2015 brav nachinszeniert, mit viel Sympathie für die klammen Gangster – die Häfte des Geldes blieb auch später unauffindbar. Alleine Anthony Hopkins in der Rolle des tapferen Opfers ist sehenswert. "Kidnapping Freddy Heineken" ist bereits die zweite Verfilmung des Falls nach der Erstverfilmung mit Rutger Hauer, 2011.


Quelle: teleschau – der Mediendienst