Im Oktober wird die Flugzeug-Legende "Landshut" im Friedrichshafener Dornier-Museum als Erinnerungsort gegen den Terror ausgestellt. Zuvor muss die Maschine, die zehn Jahr lang auf einem Flughafen im brasilianischen Fortaleza verrottete, jedoch restauriert werden. Sie ist in einem erbärmlichen Zustand, wie ein Film von Martina Treuter zeigt.

Sie erlangte traurige Berühmtheit. Im sogenannten "Deutschen Herbst" im Oktober 1977 war die Lufthansa-Maschine "Landshut" von palästinensischen Terroristen entführt worden. In der somalischen Hauptstadt Mogadischu kam es zum Showdown. Am 18. Oktober stürmte das deutsche Anti-Terrorkommando GSG9 die "Landshut" und befreite alle Passagiere und überlebenden Besatzungsmitglieder, drei Terroristen wurden getötet.

Nach der Befreiung nutzt die Lufthansa die Maschine noch einige Jahre. 1985 wurde sie verkauft. Schließlich "landete" sie im brasilianischen Fortaleza. Dort verrottete sie seit gut zehn Jahren. Für Gabriele von Lutzau war Zustand eines Stücks deutscher Zeitgeschichte nur "beschämend", wie sie im Film von Martina Trauter sagt. Die ehemalige Stewardess ist als "Engel von Mogadischu" bekannt geworden. Auch Dank ihres Einsatzes ist es nun gelungen, die "Landshut" wieder heim zu holen.

Zum 40. Jahrestag des Terrors im Oktober 1977 soll die Flugzeug-Legende restauriert sein. Im Friedrichshafener Dornier-Museum wird sie dann zu sehen sein – als Mahnmal gegen den Terror. Die Reportage von Martina Treuter begleitet die letzte Reise der "Landshut" zurück nach Deutschland und erzählt auch deren dramatische Entführungsgeschichte noch einmal.

Im Ersten ist die Reportage "Die letzte Reise der 'Landshut'" am Samstag, 14. Oktober, 16.30 Uhr, zu sehen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst