Jörg Pilawa und seine Schweizer Kollegin Francine Jordi  begrüßen in der ARD das neue Jahr. Unterstützt werden sie dabei von zahlreichen Künstlern auf der Bühne. Dabei bedient sich das Erste in diesem Jahr erstmals eines Tricks.

Am letzten Tag des Jahres 2019 wird es um 20.10 Uhr noch einmal für kurze Zeit ernst. Dann nämlich hält Bundeskanzlerin Angela Merkel, die politisch gewiss bessere Jahre erlebt hat, ihre Neujahransprache. Direkt im Anschluss wird jedoch gefeiert bis der Morgen kommt. Genau gesagt: für exakt 225 Minuten im alten Jahr und nach einer Live-Schalte zum feuerbewerkten Brandenburger Tor für weitere 30 Minuten in 2020. Mittlerweile hat der XXL-"Silvesterstadel", wie die ARD-Show früher einmal hieß, Tradition: stimmungsvolle Musik, ebensolche Getränke, ein wenig Zauberei und kleine, nicht zu tief sitzende Gespräche mit ein paar Anwesenden – so lautet das schmale Konzept eines Abends, der ja eigentlich auch kein Konzept braucht.

Schließlich geht es ums Feiern. Dafür sorgen unter anderen: der ewige Boogierock-Maschinenraum Status Quo, die Schweizer Schlagerqueen Beatrice Egli, die Bayern-Rock'n' Roller Spider Murphy Gang, die Schürzenjäger, das Zauberduo Ehrlich Brothers, die Retroband Abba Gold – The Concert Show, Münchener Freiheit, Ireen Sheer, Josh., Madcon, Höhner, Hermes House Band, Rainhard Fendrich, Thomas Anders, Jürgen Drews, Lou Bega, Luca Hänni, Antonia aus Tirol, Bernd Stelter, Nina Proll und Stefan Mross.

Insgesamt eine äußerst hochkarätige Spaßtruppe, die sich Moderator Jörg Pilawa und seine Schweizer Ko-Moderatorin Francine Jordi eingeladen haben. Damit die Starriege in dieser Besetzung zusammen kam, bediente sich die ARD eines kleinen Tricks, für den strengkatholische Programmverantwortliche sicher bei ihrer ersten Beichte im neuen Jahr die nötige Vergebung unter der Rubrik "kleine Sünden" erhalten: Anders als zuvor wird nicht "live" gesendet. Die "Silvester Show" mit Jörg Pilawa wurde bereits am 15. November in Offenburg vor Publikum aufgezeichnet. Nur die Schalte zum Brandenburger Tor kurz vor Mitternacht wird live eingeflochten, da ein CGI-Silvester von dort dann doch ein wenig zu viel des Betrugs gewesen wäre.

Der Stimmung, so erinnert sich Jörg Pilawa an seinen "Silvester"-Dreh, hätte der vorgezogene Jahreswechsel allerdings keinen Abbruch getan. Die Atmophäre im Saal sei bestens gewesen, und auch das "Hochkochen" bis 0.00 Uhr habe bestens funktioniert. Hintergrund des Manövers ist die Tatsache, dass auch Unterhaltungsstars Menschen sind, die an Silvester eventuell etwas anderes vorhaben als einen Offenburger Saal zu beschallen. Nachvollziehbarerweise ist es für die Produzenten der Show sehr viel einfacher, das namhafte Line-up für einen Abend zu verpflichten, der zufälligerweise nicht Silvester heißt.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH