Noch 'ne Castingshow, diesmal aber im Film: "Sing" ist ein tierisches Animationsmusical, das schick aussieht, aber so einfallsreich ist wie "DSDS" – nur unwesentlich sympathischer.

Die Bretter, die die Welt bedeuten, sind ziemlich morsch: Eine Castingshow ist die letzte Hoffnung für Buster Moon, sein Theater vor der Zwangsversteigerung zu retten. Buster ist ein Koalabär, und die hoffnungsvollen Talente im tierischen Animationsmusical "Sing" (2016) sind Giraffen, Elefanten, Schafe, Frösche, Primaten und Stachelschweine. Der Film, den RTL erstmals im Free-TV zeigt, würde sich gern als Castingshow-Parodie verstehen, kann aber den Mangel an originellen Einfälle mit schicken Animationen und einem Dauerfeuer an Charterfolgen nicht kaschieren.

Große Unterschiede zu "DSDS" und Konsorten gibt's tatsächlich nicht: Die Talente sind zweckmäßig gecastet, um Emotionen zu bedienen. Dazu werden sie mit einem Gute-Laune-Soundtrack ausgestattet, wobei sich Regisseur Gareth Jennings selten länger als fünf Sekunden auf einen Song einlassen kann. Stattdessen bewegt er sich mit größtmöglicher Hektik durch den Film und springt so schnell zwischen den Figuren hin und her, dass man gar keine Chance hat, Sympathien zu entwickeln.


Quelle: teleschau – der Mediendienst