Kein Film in der Geschichte des Kinos sorgte für so viel Spekulation vorab. Nach riesigem Box-Office-Erfolg läuft "Star Wars: Das Erwachen der Macht" nun erstmals im Free-TV.

Der Respekt ist diesem Film anzumerken. Der Respekt vor der Geschichte, vor dem Mythos und nicht zuletzt vor den Millionen Fans weltweit, die sich irgendwann in "Star Wars" verliebt haben. J.J. Abrams wollte mit "Star Wars: Das Erwachen der Macht" einen Film drehen, der tief in der Tradition der Reihe verwurzelt ist. Der sie logisch fortschreibt und der das ältere ebenso wie das jüngere Publikum gleichermaßen zu begeistern versteht. Das ist ihm gelungen. Und die meisten der knapp neun Millionen Kinobesucher alleine in Deutschland geben ihm recht. Nun zeigt RTL das Sci-Fi-Spektakel als Free-TV-Premiere.

"Star Wars: Das Erwachen der Macht" ist nicht nur, was seine Geschichte betrifft, sondern auch seinen Stil eine Reminiszenz an die alten Episoden IV bis VI, die die Saat für den Mythos legten. Viel mehr noch, und das ließe sich dem neuen Film durchaus vorwerfen: Die Autoren J. J. Abrams, Michael Arndt und Altmeister Lawrence Kasdan bedienen sich derart umfangreich an ihren Vorgängern, dass streckenweise der Eindruck entsteht, es hier mit einer Art teurem Remake zu tun zu haben. Viele klassische Elemente tauchen wieder auf, sogar die Grundstruktur der Story ist ähnlich, manchmal sogar gleich. Thema: Da ist ein Todesstern – und der muss weg.

"Das Erwachen der Macht": Erwartungen werden erfüllt

Der Film spielt rund 30 Jahre nach dem sechsten Teil, "Die Rückkehr der Jedi-Ritter". Eine Nachfolgeorganisation des Imperiums, die sich "First Order" nennt, arbeitet an einer Terrorherrschaft. Und wieder sollen es drei Helden sein, die den Kampf gegen das Böse aufnehmen. Die Schrottsammlerin Rey (Daisy Ridley), der einstige Sturmtruppler Finn (John Boyega) und der Pilot Poe Dameron (Oscar Isaac), machen sie sich auf die Suche nach Luke Skywalker. Doch sie sind nicht die Einzigen, die nach dem spurlos verschwundenen Luke suchen. So muss sich das Trio gegenüber dem neuen Schurken Kylo Ren (Adam Driver), einem Menschen mit besonderen Fähigkeiten, behaupten.

Der Film erfüllt die hoch gesteckten Erwartungen: Er legt ein ungeheures Tempo vor. Die Actionszenen reihen sich atemlos vor einer schlicht brillanten Soundkulisse aneinander. Das Maß und auch die Qualität des Humors stimmt. "Das Erwachen der Macht" besitzt den Charme der Episoden IV bis VI und fügt sich wie selbstverständlich in diese Parallelwelt ein. Das hier ist ohne Frage echtes "Star Wars", nur vielleicht nicht mit der epochalen Größe, die aus der Vergangenheit in der Erinnerung blieb.

Warum erreicht die Faszination Star Wars mit ihren zahlreichen Spin-Offs nach wie vor Milliarden Fans auf der ganzen Welt? Dieser Frage geht im Anschluss an den Film die Dokumentation "40 Jahre Star Wars – Ein galaktisches Phänomen" (22.50 Uhr) nach. Außerdem berichten die Hauptdarsteller Mark Hamill (Luke Skywalker) und Harrison Ford (Han Solo) von ihren ersten Erfahrungen am Set. Auch Geheimnisse zum Star-Wars-Imperium werden gelüftet und Filmfehler und Pannen offenbart.


Quelle: teleschau – der Mediendienst