Die erste schwule Rugby-Mannschaft Deutschlands, die "Berlin Bruisers", kämpft mit ihrem Team gegen gesellschaftliche Stereotypen. Ihre Geschichte und ihren Alltag erzählt die ZDF-Doku "Tackling Life", die am Montag, 3. Dezember, um 0.05 Uhr, gezeigt wird. Der Film von Johannes List begleitet dafür unter anderem die Sportler Adam, Nico und Su.

Angeführt von ihrem "Rugby-Daddy" Adam Wide hat sich das Team seit ihrer Gründung 2012 in der Regionalliga etabliert und kämpft Woche für Woche auf dem Feld um Sieg und Niederlage. Dabei verstehen sich die Sportler aus über 20 Nationen nicht nur als reine Sportmannschaft, sondern als Gemeinschaft und Hort gegenseitiger Zuwendung. Gemeinsame Aktivitäten bieten für viele Teammitglieder die Möglichkeit, aus ihrem Alltag zu entfliehen.

Auch ihrer gesellschaftlichen Rolle sind sich die "Berlin Bruisers" bewusst. Auf ihrer Internetseite ist die Zielsetzung folgendermaßen umschrieben: "Unser Ziel war es immer, ein wettbewerbsfähiges Rugbyteam zu werden, mit dem Fokus auf Gleichberechtigung, Gerechtigkeit und Teamgeist." Außerdem sei der "Glaube an Inklusion und gegenseitigen Respekt" und die Bereitschaft, "Grenzen einzureißen und Stereotypen herauszufordern" wichtig.

Damit das gelingt, veranstalten die Sportler auch regelmäßig Anti-Mobbing-Seminare an Schulen oder sammeln bei bunten Events Geld. Um auf ihr Team und dessen Intention öffentlichkeitswirksam hinzuweisen, machten die "Berlin Bruisers" im Vorfeld der diesjährigen Berliner "Pride Weeks" zudem mit einer provokanten Social-Media-Kampagne auf sich aufmerksam. Auf Plakaten waren dabei Headlines wie "Ich bin ein Cocklover", "Ich bin ein Dirty Lover" oder, im extremsten Fall, "Ich bin ein Arschf***er" zu lesen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst