"Reden" Bäume untereinander? Haben Pflanzen womöglich sogar Sinnesorgane? Die Dokumentation "Vernetzte Pflanzenwelt" von Erna Buffie, die nun bei 3sat zu sehen ist, gibt Einblicke in eine bislang kaum bekannte "Unterwelt".

Dass verschiedene Pflanzen sich gegenseitig durch Verströmen von speziellen Düften vor Fressfeinden warnen, ist schon länger bekannt. Ein Beispiel dafür sind Bohnen, die ihrer Verwandtschaft signalisieren, wenn sie von Blattläusen heimgesucht werden. Forscher nehmen diese erstaunliche Erkenntnis jedoch nur zum Anlass, um noch viel tiefer nach einer "grünen Intelligenz" zu graben.

Als vielfach frequentierte Kommunikationsstränge dienen den Pflanzen vor allem ihre Wurzeln. Über sie sind einzelne Arten nicht einfach nur unterirdisch miteinander verbunden. Gemeinsam mit Pilzen bilden sie riesige Netzwerke. Über sie stehen pflanzliche Individuen symbiotisch in Kontakt. Das bedeutet für die Wissenschaftler: Viele Pflanzen "reden" untereinander und tauschen Informationen aus. Nur über das Wie herrscht noch Uneinigkeit.

Im Anschluss an die Wissenschaftsdokumentation diskutiert Gert Scobel wie stets am Donnerstagabend über ein vergleichbares Thema. Unter dem Titel "Macht des Miteinander" beschäftigt er sich ab 21 Uhr über die Welt der Symbiosen und wie die Gesellschaft sich Erkenntnisse aus der Natur zunutze machen kann. Einer seiner Gäste ist unter anderem Nicole Dubilier, Symbiose-Forscherin und Professorin am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst