Coming-out "gar nicht so aufregend"

"Tatort"-Star Vladimir Burlakov mit seinem Freund auf dem roten Teppich

Bei der Verleihung der "GQ Men of the Year"-Awards zeigte sich "Tatort"-Star Vladimir Burlakov erstmals mit seinem neuen Freund. Es war gleichzeitig sein öffentliches Coming-out. 

Seit rund einem Jahr spielt Vladimir Burlakov den Kriminalhauptkommissar Leo Hölzer im Saarländer "Tatort". Doch auch zuvor stand der 34-Jährige durch seine zahlreichen Rollen, etwa in "Marco W. – 247 Tage im türkischen Gefängnis" (2011), immer wieder im Rampenlicht. Sein Privatleben und damit auch sein Liebesleben hielt er bislang allerdings weitestgehend aus der Öffentlichkeit. Dies hat sich nun geändert: Als am Donnerstagabend die "GQ Men of the Year"-Awards in Berlin verliehen wurde, schritt Burlakov Hand in Hand mit einem Mann über den roten Teppich.

"Das ist mein Freund Martin", erklärte Burlakov auf Nachfrage von "t-online". Es sei der erste offizielle Auftritt des Paares gewesen, heißt es in dem Artikel weiter: "Wir haben uns beide heute bereit gefühlt", sagte Burlakov. "Heute haben wir gesagt, wir sind bereit, diesen Schritt zusammen zu gehen." Sie seien noch nicht lange ein Paar. Erst im Lockdown seien sie sich nähergekommen. "Die Pandemiezeit haben wir sehr gut überlebt", erklärte Burlakov.

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Die Tatsache, dass er mit dem gemeinsamen Auftritt auch seine Homosexualität erstmals öffentlich bekannt macht, ist für den gebürtigen Russen keine große Sache: "Lustigerweise war das gar nicht so aufregend, wie ich dachte, wie es sein wird, weil es für mich dann doch normal ist, mit meinem Partner einen schönen Abend zu haben und ihn jetzt heute mitzunehmen", erklärte er.

Sorgen, dass sich das Coming-out negativ auf seinen Beruf auswirken könnte, hat er nicht: "Ich bin immer noch der gleiche Mensch und gleiche Schauspieler wie gestern, wie letzte Woche und wie vor zwei Wochen. Und ich denke, dass die Menschen, die an mein Talent glauben, mich weiterhin besetzen werden. Dafür, wie ich als Schauspieler bin, und nicht dafür, mit wem ich ins Bett gehe."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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