ZDF-Krimi

"Wilsberg – Einer von uns": Die Neue hat es Ekki angetan

von Wilfried Geldner

Die charmante Juristin Dr. Tessa Tilker (Patricia Meeden) bittet Wilsberg um Hilfe. Sie ist als Nachfolgerin von "Alex" die Newcomerin im Wilsberg-Team – und vor allem Ekki ist antegan!

ZDF
Wilsberg – Einer von uns
Krimi • 11.12.2021 • 20:15 Uhr

Der charmanten Juristin Dr. Tessa Tilker (Patricia Meeden) gehört im neuen Wilsberg-Krimi "Einer von uns", dem 73. der beliebten Reihe, die ganze Aufmerksamkeit. Als es bei einem Geheim-Seminar im Schlosshotel offensichtlich eine Leiche gibt, ruft Tessa Wilsberg zu Hilfe, beide kennen sich aus alten Tagen. In der Folge "Wellenbrecher" hatten sie zusammen im Februar 2020 in einem Erbskandal recherchiert. Dass man "Alex" Alexandra Holtkamp alias Ina Paule Klink, die "zum Bedauern des ZDF" aus der Reihe ausgestiegen war, vermisst, ist klar. Doch in die Neue dürfte sich nicht nur Wilsbergs Kollege Ekki Talkötter (Oliver Korittke) verknallen.

Tessa nimmt an einem obskuren Management-Seminar im abgelegenen Wasserschloss-Hotel teil. Außer ihr besteht die schmale Klientel aus einem Unternehmensberater, einer Polit-Assistentin, einem PR-Mann und einem gerade gefeuerten Journalisten. Als Tessa nächtens eine Blutspur im Foyer entdeckt, trifft sie auf den Kriminalbeamten Overbeck (Roland Jankowsky), der zuvor einen wichtigen Powerpoint-Vortrag halten wollte. Doch die Technik streikte, auf dem Schirm erschien eine bedrohliche Botschaft: "Ich weiß, was Sie getan haben, und bald wird jeder Ihre dunklen Geheimnisse kennen."

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Offensichtlich hatte jemand Overbecks Computer gehackt – war es derselbe, der für die Blutspur verantwortlich war? Für die von Tessa herbeigerufenen Privatdetektive Wilsberg (Leonard Lansink) und Ekki (Korittke) gibt's viel zu schnüffeln im gerade leerstehenden Hotel. Vom Kellergewölbe bis zum Speicher kämmen sie undercover die Flure und die Zimmer durch. Die Posaunen und Bassgeigen auf der Tonspur machen Angst, und alle paar Minuten wird von jemandem betont, wie gefährlich es nach der gruseligen Botschaft sei, sich alleine im Hotelgemäuer fortzubewegen.

Die 73. Wilsberg-Ausgabe ist einmal mehr Spaß als Thriller. Sie spielt viel mit Agatha-Christie- und Edgar-Wallace-Zitaten. Es gibt viel Frotzeleien zwischen Wilsberg und Co., immer wieder darf man gerne darauf warten, dass Wilsberg den Ekki oder der Overbeck die Tessa erschreckt. Erst spät gibt es dann doch noch Tote ...

Aus der Corona-Not haben der Drehbuch-Autor Stefan Rogall und Regisseur Martin Enlen (gedreht wurde im Herbst 2020) eine Tugend gemacht. Abseits der großen Öffentlichkeit passiert – ganz wie bei Agatha Christie – alles im selben Hotel, Morde, Verhöre und zwischengeschlechtliche Avancen.

Inzwischen wurde aber auch wieder in Münster gedreht – sogar im beengten Wilsberg-Antiquariat. Da freut man sich mit den Darstellern, die im Film zuletzt mit der Neuen so glücklich in die Kamera lächeln. Und Frank Sinatra singt zum Retro-Krimi passend einen Crooner-Song aus den Sechzigerjahren: "Call Me Irresponsible". Genau das, "unzuverlässig", wird die Neue allerdings wohl nie sein.

Wilsberg – Einer von uns – Sa. 11.12. – ZDF: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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