Douglas Sirk

Hans Detlef Sierck
Lesermeinung
Geboren
26.04.1897 in Hamburg, Deutschland
Gestorben
14.01.1987 in Lugano, Schweiz
Sternzeichen
Biografie
Mit sieben Jahren sah der kleine Hans Detlef Sierck mit seiner Oma in Hamburg seinen ersten Film. Einen dänischen, bei dem er kein Wort verstand, denn die Eltern des Vaters stammten aus Jütland in Dänemark. Mit 41 Jahren (1938) - da hatte er schon Zarah Leander mit Filmen wie "La Habanera" oder "Zu neuen Ufern" zum Filmstar gemacht - kehrte er Nazi-Deutschland den Rücken, nannte sich später Douglas Sirk und emigrierte in die USA.

Als Drehbuchautor und Regisseur einiger B-Movies fand er den Einstieg ins Film-Business und drehte ab 1950 Filme wie "Solange es Menschen gibt" (1959), die ihn zum "König des Melodrams" machten. Seine Kunst war es, auch in scheinbar belanglose Geschichten raffiniert getarnte Gesellschaftskritik einzubauen. Obwohl ihn die Kritik anfangs links liegen ließ, schaffte es Sirk, u. a. Rock Hudson ("Hat jemand meine Braut gesehen", 1951, "Was der Himmel erlaubt", 1955) zum Weltstar zu machen und mit Größen wie Ava Gardner, Lucille Ball, George Sanders, Claudette Colbert oder Boris Karloff zusammenzuarbeiten.

Für den jungen Rainer Werner Fassbinder (ließ sich von Sirk für "Angst essen Seele auf" beraten) waren die Filme Sirks die "schönsten Filme der Welt" und auch Filmkritiker und -macher Eckhart Schmidt widmete Sirk zwei Dokumentarfilme, weil "mein späterer Freund Sirk mich gelehrt hatte, immer kompromisslos den eigenen Weg zu gehen" (Schmidt). Auch wenn der kleine Detlef früher mit der Oma nur heimlich ins Kino durfte, da "Film nicht als Kunst galt, sondern von meinen Eltern nur belächelt wurde." (Sirk). 1936 gewann sein Musikfilm "Schlussakkord" als bester in dieser Kategorie den Preis des Filmfestivals in Venedig.

Weitere Filme von Sirk: "Zwei Genies" (1934), "Das Mädchen vom Moorhof", "Der eingebildete Kranke", "Dreimal Ehe", "April, April!", "Stützen der Gesellschaft" (alle 1935), "Das Hofkonzert", "La Chanson du souvenir", "'t Was een April" (alle 1936), "Das zehnte Mädel soll es sein" (ungenannt, 1938, französische Ausgabe von "Schlussakkord"), "Boefje" (1939), "Hitler's Madman" (1943), "Sommerstürme" (1944), "Ein eleganter Gauner" (1945), "Angelockt" (1946), "Schlingen der Angst" (1947), "Unerschütterliche Liebe" (1948), "Leicht französisch" (1949), "Mystery Submarine" (1950), "Beichte eines Arztes - Die erste Legion", "Schwester Maria Bonaventura", "Spielschulden", "Ein Wochenende mit Papa" (alle 1951), "No Room for the Groom" (1952), "Meet Me at the Fair", "Eine abenteuerliche Frau", "All meine Sehnsucht" (1953), "Die wunderbare Macht" (1954), "Taza, der Sohn des Cochise", "Attila, der Hunnenkönig", "Wenn die Ketten brechen (alle 1954), "Es gibt immer ein Morgen", "In den Wind geschrieben", "Der Engel mit den blutigen Flügeln" (alle 1956), "Der letzte Akkord", "Duell in den Wolken" (beide 1957), "Zeit zu leben und Zeit zu sterben" (1958), "Sprich zu mir wie der Regen" (1975, Kurzfilm), "Sylvesternacht" (1977, Kurzfilm) und sein letzter 25-Minuten-Film "Bourbon Street Blues" (1978).

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