Jack Palance

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Überall zu gebrauchen: Jack Palance
Walter Jack Palahnuik
Geboren: 18.02.1919 in Lattimer Mines, Pennsylvania, USA
Sternzeichen: Wassermann
Gestorben: 10.11.2006 in Montecito, Kalifornien, USA

Über 1,90 Meter groß und ein Gesicht, das Fürchten lehren kann: Jack Planace brauchtr keine Masken, keine raffinierte Beleuchtungstechnik. Sein kantiges Gesicht, die stechenden Augen, die herausragenden Backenknochen, das war ein Rüstzeug, das sich viele erst erspielen und ermogeln mussten. Doch dieses Gesicht hatte er nicht mit in die Welt gebracht: ein Absturz im Krieg hatte sein Gesicht so wirkungsvoll entstellt. Harte, zwielichtige Männer waren seine Stärke. Der brutale Zug, die eiskalte Unerbittlichkeit löste sich ganz rasch, wenn man diesem Schauspieler gegenüber saß.

Er war eloquent, sehr erfahren und wissend und konnte sehr sympathisch weich sein. Diese Züge von Jack Palance hat Percy Adlon in dem Film "Out of Rosenheim" (1987) mit Marianne Sägebrecht herausgeholt. Studiert hatte Palance Journalismus an der University of North California, sowie an der Stanford University. Eine Zeit lang war er Profiboxer, im 2. Weltkrieg diente er als Bomberpilot. Sein Kinodebüt war eine besonders gruslige Rolle. In Elia Kazans "Unter Geheimbefehl" (1950) spielt er einen Verbrecher, der eine Seuche mit sich herumschleppt. Man muss ihn kriegen, bevor er Unheil anrichtet. Und Richard Widmark schafft das scheinbar Unmögliche.

Palance ist Stark Wilson in dem Kultwestern "Mein großer Freund Shane" (1953) und der sensible Schauspieler in Robert Aldrichs "Hollywood Story" (1955). Und auch in Aldrichs gelungenen Drama "Vor uns die Hölle" (1959), die Geschichte einer Handvoll Männer, die im Nachkriegs-Berlin als Bomben-Räumkommando eingesetzt werden, überzeugt Palance. 1962 sieht man ihn in Richard Fleischers Spektakel "Barabbas" an der Seite von Anthony Quinn, Silvana Mangano und Arthur Kennedy, und zwei Jahre später steht er mit Alain Delon, Van Heflin und Ann-Margret in Ralph Nelsons Krimi "Millionenraub in San Francisco" vor der Kamera.

Palance war ein Schauspieler, der wahrlich überall zu gebrauchen war: Er spielte in Western ("Monte Walsh", 1970 mit Lee Marvin und Jeanne Moreau; "Chatos Land", 1971 mit Charles Bronson), Gangsterfilmen ("Ein Killer für alle Fälle", 1977) und sogar Horrorfilmen wie Dan Curtis' "Dracula" (1973). In den Achtzigerjahren war Jack Palance dann immer wieder in tragenden Nebenrollen zu sehen. So etwa in Christopher Cains Spät-Western "Young Guns" mit Emilio Estevez, Kiefer Sutherland und Charlie Sheen, als Gegenspieler von "Batman" Michael Keaton in dem gleichnamigen Fantasy-Film (1989) von Tim Burton, oder neben Sylvester Stallone und Kurt Russell in Andrej Kontschalowskis plattem Actionstreifen "Tango und Cash" (1989).

City Slickers - Die Großstadthelden" (1991) und "Die goldenen Jungs - City Slickers II" (1994) spielt er den Pfadfinder Curley bzw. dessen Bruder, eine wunderbar komisch überzogene Horrorfigur, für die er 1991 mit dem Oscar und ein Jahr später mit dem Golden Globe ausgezeichnet wurde. 1995 schließlich folgte mit "Buffalo Girls" ein weiterer Spätwestern, in dem Palance an der Seite von Anjelica Huston, Melanie Griffith und Sam Elliott agierte.

Weitere Filme mit Jack Palance: "Die Hölle von Okinawa" (1951), "Eiskalte Rache", "Ehe mit dem Satan" (beide 1952), "Die Bestie der Wildnis", "Flug nach Tanger", "Mörder ohne Maske" (alle 1953), "Man In The Attic", "Attila, der Hunnenkönig", "Der silberne Kelch" (alle 1954), "Gegen alle Gewalten" (1955), "Ardennen 1944" (1956), "Der Henker nimmt Maß" (1957), "Der Mann ohne Nerven" (1958), "Flor de mayo", "Austerlitz - Glanz einer Kaiserkrone" (beide 1959), Treno die natale", "Revak, Sklave von Karthago" (beide 1960), "Il giudizio universale", "Die Mongolen", "Alboin, König der Langobarden" (alle 1961), "La guerra continua" (1962), "Die Verachtung", "Il criminale" (beide 1963), "Die gefürchteten Vier", "Alice Through The Looking Glass", "Der Mann im grünen Hut" (alle 1966), "Der Foltergarten des Dr. Diabolo", "Kill The Dragon", "An einem Freitag in Las Vegas" (1967), "Che!", "Die seltsame Geschichte von Dr. Jekyll und Mr. Hyde", "Die gefürchteten Zwei", "Die Todesreiter", "Panzerschlacht an der Marne" (alle 1968), "Marquis de Sade: Justine", "The Desperados", "Die zum Teufel gehen", "Die McMasters" (alle 1969), "Die Steppenreiter", "Zwei Companeros" (beide 1970), "Der Dicke in Mexiko" (1971), "Te deum" (1972), "Blu gang vissero per sempre felici e ammazzati", "Imagine", "Ölrausch in Oklahoma", "Dämon des Grauens" (alle 1973), "Spuren im Sand", "The Hatfields And The McCoys" (beide 1974), "Der Ruf des Wolfes", "Afrika Express", "Bronk - Auf eigene Gefahr", "The Four Deuces" (alle 1975), "Nackte Eva", "Squadra antiscippo", "Blut eines Bullen", "Zwei Supertypen räumen auf", "L'Infermiera", "Diamante Lobo" (alle 1976), "Willkommen in der blutigen Stadt" (1977), "Das Recht bin ich", "Die unschlagbaren Sieben von Las Vegas" (1978), "Das Geheimnis der fliegenden Teufel", "Der letzte Coup der Dalton-Gang", "Delta III", "Cocaine Cowboys"(alle 1979), "Hawk - Hüter des magischen Schwertes", "Jagd auf einen weißen Gorilla", "The Golden Moment" (alle 1980), "Evil Stalks This House" (1981), "Zwei STunden vor Mitternacht" (1982), "Tales Of The Haunted" (1985), "Cobra Nero" (1987), "Gor" (1988), "Der Geächtete von Gor" (1989), "Starfire" (1990), "Eli in einer fremden Stadt", "Entscheidung in Montana" (beide 1992), "Cyborg 2", "Schrecken aus dem Jenseits" (beide 1993), "Die Schwanenprinzessin" (Stimme im Original"), "Cops & Robbersons" (beide 1994), "Heimkehr der Liebe" (1997), Weihnachten im Wilden Westen", "The Incredible Adventures Of Marco Polo" (beide 1998), "Treasure Island", "Cast And Crew", "Winter's End - Wiederkehr der Liebe" (alle 1999) und "Prancer Returns" (2001).

Außerdem spielte Palance die Hauptrolle in den TV-Serien "Zirkusdirektor Johnny Slade" (1963), "Bronk" (1975/76) und "Ripley's Believe It Or Not" (1982) und hatte Gastauftritte in Serien wie "Studio One" (1951 und 1952), "Suspence" (1953), "Zane Grey Theater" (1956), "Convoy" (1965), "Solo für Onkel" (1966), "Buck Rogers" (1979) und "Night Visions" (2001).


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