Sorgt für frischen Wind im "Polizeiruf 110" aus
Halle: Isabell Gerschke
Fotoquelle: MDR/Andreas Wünschirs

Isabell Gerschke

Lesermeinung
Biografie

Das hatte sich Herbert Schmücke alias Jaecki Schwarz sicher anders vorgestellt: Für sein "Polizeiruf-110"-Ermittler-Team hatte er sich Verstärkung gewünscht - und bekam sie in Person der jungen Oberkommissarin Nora Linder alias Isabell Gerschke, die in "Polizeiruf 110 - Blutiges Geld" (2010) auf Anhieb für frischen Wind in den ansonsten eher langatmigen Krimis sorgte.

Allerdings war die aus Potsdam stammende Darstellerin zu diesem Zeitpunkt längst keine Unbekannte mehr, denn ihre Karriere startete die Blondine bereits Anfang der Neunzigerjahre mit einer kleinen Rolle in TV-Produktionen wie "Das Haus" (1991), "Glück im Grünen" und "Natalie I - Endstation Babystrich" (1994) , bevor sie neben Marek Harloff in Petra Haffters atmosphärisch dicht inszeniertem Roadmovie "Crashkids" (1996) in der Rolle eines jungen Mädchens, das sich immer mehr in die kriminellen Aktivitäten ihres Freundes verstrickt, bekannt wurde. Isabell spielte die junge Ausreißerin so hervorragend, dass schon nach kurzer Zeit weitere Rollen folgten: Man sah sie in "Tatort - Gefährliche Zeugin" und sie spielte in dem Actionthriller "Die Todesfahrt der MS SeaStar" (1998), bevor sie Hartmut Schoen in seinem spannenden Psychothriller "Warten ist der Tod" (1999) neben Ulrich Tukur, Jörg Schüttauf und Barbara Auer besetzte.

Daneben war Isabell Gerschke allerdings immer wieder auch in TV-Serien zu sehen, so etwa in der Krimiserie "Wolffs Revier" (1996), der Arztserie "Dr. Stefan Frank - Der Arzt, dem die Frauen vertrauen" (1997), der Actionserie "Balko" (1999), der Krimiserie "Bronski & Bernstein" (2000), der Krankenhausserie "Herzschlag - Die Retter" (2002), der Familienserie "Unser Charly" (2004), der Krimiserie "Im Namen des Gesetzes" (2005), der Dramaserie "Bis in die Spitzen" (2005), der Familienserie "Leo - Ein fast perfekter Typ!" (2006) sowie weiteren Krimiserien wie "SOKO Kitzbühel" (2005), "SOKO Rhein-Main" (2006), "Die Rosenheim-Cops", "SOKO Wismar", "SOKO Köln" (alle 2008) und "Flemming" (2009).

Neben ihrer Serientätigkeit blieb Isabell Gerschke nicht untätig, denn von 2000-2003 studierte sie Popgesang am Musicians Institute Hollywood und absolvierte eine zeitgenössische Tanzausbildung bei BALANCE 1 und Danceworks in Berlin. Ihre TV-Film-Karriere hatte sie zuvor bereits mit einem Auftritt in dem Jugenddrama "Riekes Liebe" (1999) fortgesetzt und die Brüder Elmar und Fritz Wepper waren ihre Set-Partner in dem Krimi "Zwei Brüder - Farbe der Nacht" (2000). Überzeugend agierte Gerschke auch in "Brennendes Schweigen", ein 2000 entstandener Mix aus Psychodrama und Krimi von Friedemann Fromm. Danach zeigte Gerschke in Dominik Grafs erschütternder Milieustudie "Hotte im Paradies" (2002) einmal mehr, dass sie alle Rollen spielen kann.

Nach einer Reihe mehr oder weniger gelungener Komödien wie "Bei hübschen Frauen sind alle Tricks erlaubt" (2004), "Mädchen über Bord" (2005), "Zwei Wochen Chef" (2007), "Liebe in anderen Umständen" (2009), dem TV-Krimi "Das Duo - Bestien" (2009) sowie ihrem Kinodebüt in Max Färberböcks gelungenem Drama "Anonyma - Eine Frau in Berlin" (2008) folgte schließlich der Ruf ins "Polizeiruf 110"-Team von Halle. Die weiteren bisherigen Fälle: "Polizeiruf 110 - Risiko" (2010), "Polizeiruf 110 - Ein todsicherer Plan" und "Polizeiruf 110 - Blutige Straße" (2011), "Polizeiruf 110 - Laufsteg in den Tod" (2013). 2012 übernahm Isabell Gerschke in Christian Klandts Jugenddrama "Little Thirteen" eine recht verführerische Rolle.

Filme mit Isabell Gerschke

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