J. T. Walsh

Lesermeinung
Geboren
28.09.1944 in San Francisco, Kalifornien, USA
Gestorben
27.02.1998 in La Mesa, Kalifornien, USA
Sternzeichen
Biografie
J. T. Walsh gehörte zu jenen Schauspielern, die in zahlreichen Nebenrollen ebenso zahlreichen Gaunern und Schuften sein Gesicht leihen, nie bis in die erste Liga der Hollywoodstars aufsteigen und dennoch einen Film und sogar einen ganzen Rollentypus entscheidend prägen. Das Gesicht kennt jeder, den Namen schon weniger. Erst relativ spät, im Alter von dreißig Jahren, begann Walsh mit der Schauspielerei. Angefangen hat der robuste Mime am Theater, mit Off-Broadway-Parts in Stücken wie "Ice", "Half a Lifetime", "The American Clock", dem Obie-Gewinner "American Buffalo" und "Hamlet".

Weiter ging es mit Broadway-Produktionen, wie etwa "Rose" und "Macbeth". Für David Mamets später verfilmtes Stück "Glengarry Glen Ross", das er zwei Jahre Lang auf der Bühne spielte, wurde Walsh mit dem Drama Desk Award ausgezeichnet. Seit 1983 war er regelmäßig auf den Kinoleinwänden präsent. Dabei war er meist auf die Rolle des etwas plumpen, vierschrötigen Bösewichts festgelegt. Innerhalb dieses Rahmens gelang es ihm jedoch, eine breite Palette von Ausdrucksmöglichkeiten zu entfalten und Bedrohlichkeit überzeugend zu vermitteln.

Auftritte hatte er in so unterschiedlichen Filmen wie "Hannah und ihre Schwestern" (Woody Allen, 1985), "Good Morning, Vietnam" (Barry Levinson, 1988), "Tin Men - Zwei haarsträubende Rivalen" (Barry Levinson, 1986), "Tequila Sunrise" (1988), "Das Russland-Haus" (Fred Schepisi, 1990), "The Grifters" (Stephen Frears, 1990), "Backdraft - Männer, die durchs Feuer gehen" (Ron Howard, 1991), "Eine Frage der Ehre" (Rob Reiner, 1992), "Jimmy Hoffa" (Danny DeVito, 1992), "Der Klient" (Joel Schumacher", 1994), "Das Wunder von Manhattan" (1994), "Einsame Entscheidung" (1995) und "Breakdown" (1997).

Für seine Leistung in Billy Bob Thorntons "Sling Blade" (1996) nominiert man ihn für den SAG Award in der Kategorie Outstanding Performance by the Cast of a Theatrical Motion Picture. Neben dem Kino widmete sich Walsh immer wieder seiner großen Leidenschaft, dem Theater. J. T. Walsh starb kurz nach der Beendigung der Dreharbeiten der Komödie "Pleasantville - Zu schön um wahr zu sein" am 27.2.1998 während eines Urlaubs an Herzversagen.

Weitere Filme von J.T. Walsh: "Power - Weg zur Macht" (1985), "Haus der Spiele" (1987), "Big Picture" (1988), "12 Stunden Angst", "Belushi - Wired" , "Dad", "Die Jagd nach dem Teufelsrubin" (alle 1989), "Crazy People", "Iron Maze" (beide 1990), "Der große Blonde mit dem schwarzen Fuß", "Wehrlos" (beide 1991), "Im Schatten eines Mörders", "Red Rock West", "Sniper" (alle 1992), "Die letzte Verführung", "Needful Things - In einer kleinen Stadt", "Morgen früh, so Gott will" (alle 1993), "Blue Chips", "Stummer Schrei" (beide 1994), "Black Day Blue Night", "Blutspur durch St. Petersburg", "Innocent Babysitter", "Nixon - Der Untergang eines Präsidenten" (alle 1995), "Dark Skies - Tödliche Bedrohung", "Das Verbrechen des Jahrhunderts", "Killer Cops", "Täter unbekannt" (alle 1996), "Hope - Stadt in Aufruhr" (1997), "Hidden Agenda - Das Todeskomplott" und "Verhandlungssache" (beide 1998).

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