Scott Caan

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Das ist doch mal ein Mann: Scott Caan
Fotoquelle: Joe Seer/shutterstock.com
Scott Caan
Geboren: 23.08.1976 in Los Angeles, Kalifornien, USA

Er ist der Sohn des berühmten Hollywood-Schauspielers James Caan und ist längst in die Fußstapfen des Vaters getreten: Scott Caan. Klein-Scotty wuchs abwechselnd bei Vater und Mutter (Schauspielerin und Model Sheila Ryan) auf, da sich seine Eltern trennten, als er gerade einmal vier Jahre alt war. Scott besuchte die High School in Beverly Hills (eine seiner Mitschülerinnen war Angelina Jolie) und begann schon als Teenager zu singen. Mit dem heutigen HipHop-Produzenten The Alchimist bildete er unter dem Pseudonym "Mad Skiliz" in dieser Zeit das Rapduo "The Whooliganz", das mit "Put Your Handz Up" sogar eine Single herausbrachte. Doch seine Musikkarriere geriet ins Hintertreffen, als sich Scott nach seiner Schulzeit auf das Schauspielstudium am Playhouse West in Los Angeles konzentrierte.

Seinen ersten Filmauftritt hatte Scott 1994 an der Seite seines Vaters in dem Roadmovie "Sein Name war Hass". Er verkörperte einen straffällig gewordenen Jugendlichen, der ein junges Mädchen vor einer Vergewaltigung bewahrt, indem er den Angreifer erschiesst. 1995 folgte die gelungene Komödie "Aaron Gillespie Will Make You a Star", während "Camp der Abenteuer" ein Sozialdrama ist, in dem Scott Caan einen von neun straffälligen Jugendliche spielt, die auf einen Abenteuer-Trip in die Wildnis geschickt werden, um den letzte Chance zu wahren, ihr Leben in den Griff zu bekommen.

Die Tragikomödie "Nowhere" (1997) war Scotts erste internationale Koproduktion, während Tony Scotts Actionthriller "Der Staatsfeind Nr. 1" (1998) mit Will Smith Scotts erster größerer Blockbuster-Auftritt war. Im Anschluss sah man den durchtrainierten und sehr männlich auftretenden Scott Caan in dem Sportlerfilm "Varsity Blues" von Brian Robbins, in dem er an der Seite von Paul Walker und Jon Voight das Mitglied eines Highschool-Footballteams gab. Im Jahr darauf gehörte der Jungdarsteller zum Cast des moralinsauren Dramas "Risiko - Der schnelle Weg zum Reichtum" was allerdings weder an ihm noch an den schauspielerischen Fähigkeiten seiner Kollegen wie Giovanni Ribisi oder Vin Diesel lag.

Einen Loser, wie er im Buche steht, gab Scott danach in der witzigen Komödie "Ready to Rumble" (2000), wieder unter der Regie von Brian Robbins: Die Freunde Gordie (David Arquette) und Sean (Scott Caan) sind begeisterte Wrestling-Fans. Als ihr Held eines Tages im Ring k. o. geht, kommen sie auf eine verrückte Idee: Sie wollen den abgehalfterten Wrestling-Star Jimmy King alias Oliver Platt managen und für dessen Comeback sorgen... Tumbe Action war dagegen die Bruckheimer-Produktion "Nur noch 60 Sekunden", bei deren Dreharbeiten Scott Caan seine Highschool-Kollegin Angelina Jolie wiedertraf.

Und auch die Westernkomödie "American Outlaws" (2000) zeigte lediglich coole junge Leute beim fröhlichen Ballern, ohne auf historische Fakten Rücksicht zu nehmen. Besser war dann wieder die schwarze Komödie "Novocaine" (2001) mit Steve Martin, der sich als Zahnarzt auf einen heißen Flirt mit seiner drogenabhängigen Patientin Susan alias Helena Bonham Carter einlässt. Da sind Probleme natürlich vorprogrammiert.

Ein Glücksfall für Scott Caans Karriere aber sollte Steven Soderberghs stargespickte Komödie "Ocean's Eleven" (2001) werden, denn seine überzeugende Darstellung des Turk Malloy brachte dem Darsteller nicht nur große internationale Aufmerksamkeit, sondern ebnete ihm jetzt auch den Weg für eigene Filmarbeiten. Dementsprechend legte Scott Caan 2003 mit dem Drama "Dallas 362" sein gelungenes Regiedebüt nach einem eigenen Drehbuch vor. Auf dem Cinevegas Film Festival wurde der Film 2003 mit dem Kritikerpreis ausgezeichnet. Danach lief er auf dem Filmfestival in Toronto und kam 2005 in ausgewählte US-Kinos.

"U-Boat: In feindlicher Hand", 2004 von Tony Giglio inszeniert, zeigte Scott Caan an der Seite der damaligen deutsche Hollywood-Exporte Til Schweiger und Thomas Kretschmann, die zur Besatzung eines deutschen U-Bootes im Zweiten Weltkrieg gehören, das ein US-U-Boot versenkt. Als auch die Deutschen in Seenot geraten, sind sie auf die Hilfe ihrer Gefangenen alias William H. Macy und Scott Caan angewiesen. Anschließend folgte das ebenso gelungene Sequal "Ocean's Twelve" (2004), in dem der Mime einmal mehr in der Rolle des Turk Malloy überzeugte - ebenso wie im 2007 entstandenen dritten Teil "Ocean's Thirteen".

Scott Caan hat auch schon mehrere Drehbücher verfasst, darunter "Chasing the Party", das Jerry Bruckheimer mit Caan in der Hauptrolle für die Disney Studios produzieren wird. Außerdem bereitet er zwei weitere Drehbücher vor, den Boxerfilm "The Fight" und das Ensemble-Drama „Lowest Common Denominator“. Für die Bühne schrieb Caan das Stück "Almost Love", das er als Co-Regisseur mit sich in der Hauptrolle am Playhouse West in Los Angeles inszenierte, wo es im Herbst 2001 aufgeführt wurde.

Weitere Filme mit Scott Caan: "Bongwater" (1996), "Wild Horses", "Nowhere to Go" (beide 1998), "Saturn" (1999), "You Always Stalk the Ones You Love" (2001), "Sonny", "Life Makes Sense If You're Famous" (beide 2002), "Into the Blue" (2005), "Friends with Money", "Lonely Hearts Killers", "Jump", "The Danny Comden Project", "The Dog Problem" (alle 2006), "Brooklyn Rules" (2007), "Mensch, Dave!" (2008), "Rock The Kasbah" (2015).


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