Warren Oates

Lesermeinung
Geboren
05.07.1928 in Depoy, Kentucky, USA
Gestorben
03.04.1982 in Los Angeles, Kalifornien, USA
Sternzeichen
Biografie
Sein Gesicht vergisst man nicht, oft gehört es zu einem eiskalten Typ, der sich gewaltsam seinen Weg bahnt. Er ist der verwitterte Westerner, der Gangster, der Psychopath, der gefährliche Mann in den dunklen Hinterhöfen. Er ist Jäger und Gejagter. Ganz zu Beginn seiner Karriere fällt er in Budd Boettichers "J. D., der Killer" (1960) auf, später gehört er zu den verwegenen Gesellen um Pike Bishop alias William Holden in Sam Peckinpahs Western "The Wild Bunch - Sie kannten kein Gesetz" (1969), und er ist der amerikanische Klavierspieler inmitten des mexikanischen Blutbads in "Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia" (1974).

Warren Oates hat eine Vorliebe für die Außenseiter des amerikanischen Kinos, und so sieht man ihn häufig in den Filmen von Peckinpah und Monte Hellman. Er spielt in "Sacramento" (1961) und "Sierra Charriba" (1964), in Hellmans "Das Schießen" (1966) und "Asphaltrennen" (1971). In Terrence Malicks Kultfilm "Badlands" (1973) spielt er die tragische Figur von Sissy Spaceks herrischem Vater. Zu den eindrucksvollen Hauptrollen seiner Karriere gehört die Titelfigur in John Milius' verklärter Gangsterballade "Jagd auf Dillinger" (1973). Zu seinen letzten Filmen gehören Tony Richardsons "Grenzpatrouille" (1980) und John Badhams futuristischer Thriller "Das fliegende Auge". Zuvor sieht man ihn in einigen eindringlichen Fernsehrollen, so in den TV-Serien "Jenseits von Eden" und dem Bürgerkriegsdrama "Die Blauen und die Grauen".

Begonnen hat die Karriere beim Fernsehen, wo er in einer Reihe von Shows und Serien auffiel: 1957 in "Studio One: The Night America Trembled", "Der Kopfgeldjäger", "Playhouse 90" und "Seven Against the Wall" (1959), "Stony Burke" (1962/63), "FBI" und andere. Im Kino sieht man ihn seit 1959 in kleinen, eindringlichen Rollen: in dem Western "Man nannte ihn Kelly" (1959), "Privatbesitz" (1960) von Leslie Stevens, "Insel der Gewalt" (1961) und "Der Wilde von Montana" (1963). Immer wieder versucht Warren Oates bei Regisseuren zu arbeiten, die ihm vertraut sind. Burt Kennedy gehört dazu. Der war lange der Drehbuchautor von Budd Boetticher, und seine eigenen Inszenierungen haben einen klaren Stil. So sieht man Oates ungenannt in "Nebraska" (1964) und "Die Rückkehr der glorreichen Sieben" (1966), bei Norman Jewison spielt er in dem Erfolgsfilm "In der Hitze der Nacht" (1966), bei Joseph L. Mankiewicz in "Zwei dreckige Halunken" (1970) und schließlich in Peter Fondas eigenwilligen Regiedebüt "Der weite Ritt" (1971).

Nach dem Besuch der Highschool dient Warren Oates 1948 bei der Marine und studiert 1950 bis 1953 an der Universität von Louisville. Er geht nach New York und nimmt Schauspielunterricht, nebenbei jobt er als Rausschmeißer im Twentyone-Club. Erste Bühnenerfahrungen sammelt er in Stücken wie "Who's Happy Now?" und "The Wisteria Trees". Dann kommt das Fernsehen, später Hollywood. Eine Herzattacke beendete 1982 eine Karriere, die noch lange keine Ermüdungserscheinungen kannte.

Weitere Filme mit Warren Oates: "Der Mann vom großen Fluss" (1964), "Mordbrenner von Arkansas" (1966), "Die ganz große Kasse" (1968), "Gauner, Kronen und Juwelen" (1968), "Barquero" (1969), "Smith - Ein Mann gegen alle" (1969), "Jagd auf den Kinomörder" (1970), "Webster ist nicht zu fassen" (1971), "Kid Blue" (1973), "Tom Sawyers Abenteuer" (1973), "Vier im rasenden Sarg" (1974), "Die weiße Dämmerung" (1974), "33 Grad im Schatten" (1975), "Police Story - Immer im Einsatz: Der größte Coup" (1977), "Schlafende Hunde" (1977), "Das große Dings bei Brinks" (1978), "1941 - Wo, bitte, geht's nach Hollywood?" (1979), "Ich glaub', mich knutscht ein Elch" (1981) und "Der Fighter" (1982).

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