Bei Literaturkritikern stoßen ihre Werke regelmäßig auf Ablehnung, die Leser und vor allem Leserinnen sehen es ganz anders. Colleen Hoover gehört zu den fleißigsten und erfolgreichsten Autorinnen der letzten Jahre. Seit ihrem Debüt "Weil ich Layken liebe" 2012 hat die US-Schriftstellerin über 20 Romane und Novellen veröffentlicht, die große Mehrheit davon landete auf der "New York Times"-Bestsellerliste. Das "Time"-Magazin nahm Hoover 2023 sogar in seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt auf. Kein Wunder, dass Hoover längst auch in Hollywood ihre Spuren hinterlassen hat. Mit "Verity" wurde nun wieder eines ihrer Werke verfilmt.
Drei Bücher von Colleen Hoover wurden zuletzt bereits fürs Kino adaptiert, "Nur noch ein einziges Mal" (2024), "All das Ungesagte zwischen uns" (2025) und "Für immer ein Teil von dir" (2026). So wie schon in diesen Geschichten geht es auch in "Verity – Dunkle Geheimnisse" um komplizierte Beziehungen, die Ausrichtung ist aber doch eine etwas andere.
Nachdem Hoover-Stoffe zuvor primär im romantischen Young-Adult-Genre angesiedelt waren, spielt "Verity – Dunkle Geheimnisse" erstmals verstärkt mit Elementen des Psychothrillers. Inszeniert wurde der Film von Michael Showalter ("Als du mich sahst", Drehbuch: Nick Antosca), vor der Kamera versammelt sich mit Josh Hartnett, Dakota Johnson und Anne Hathaway viel Star-Power für ein abgründiges Psycho-Schauspiel.
Nach einem schweren Unfall sitzt Bestsellerautorin Verity Crawford (Hathaway) im Rollstuhl, unfähig ihren letzten Roman zu vollenden. Also engagiert ihr Gatte Jeremy (Hartnett) Lowen Ashleight (Johnson), um den Job zu übernehmen. Lowen zieht bei den Crawfords ein, wähnt sich aber schon bald in einem "Irrenhaus", in dem nichts ist, wie es scheint, und die Grenzen zwischen Fiktion und realem Horror zunehmend verschwimmen. Dazu passt Veritys sehr eigenwilliges Literaturverständnis: "Die Worte einer Autorin sollten ehrlich sein. Und blutig. Und ein bisschen furchteinflößend."