In der 14. Staffel von "Bauer sucht Frau" ging es hoch her. Doch beim Staffel-Finale wurde der Zuschauer den Eindruck nicht los, dass diesmal der Großteil der Action abseits der Kameras stattgefunden hatte.

Beim Wiedersehen aller Kandidaten und den von ihnen eingeladenen Frauen wurden plötzlich Paare präsentiert, die man in den zuvor ausgestrahlten Folgen eigentlich nie zusammen gesehen hatte. Bernhard, der während der Hofwoche mit Annett angebandelt hatte, war plötzlich mit Lena zusammen. Dabei war die doch zuletzt in der Hofwoche mit dem schüchteren Dirk gesehen worden. Der Sauerländer war dann auch einigermaßen konsterniert, als er Lena ganz verliebt mit Bernhard erblickte. "Sie hätte ja mit offenen Karten spielen können und es nicht verheimlichen müssen", sagte Dirk beleidigt.

Schweinebauer Claus, der sich in der Hofwoche so mit Heike gezoft hatte, dass die vorzeitig abreiste, zeigte sich ebenfalls verliebt. In Monika, die sich ursprünglich für Leopold beworben hatte. "Irgendwie sind jetzt Monika und ich zusammen gekommen", sagte Claus. Und was genau bedeutete dieses "irgendwie"? "Monika hat mich vor vier Wochen angeschrieben, dass sie mich nett und sympathisch findet – und dann hat es gefunkt!" Auf Dauer war diese Liebelei aber nicht, wie das anschließende "Extra – Das RTL-Magazin" enthüllte.

Auch ein Bauer, den RTL den Zuschauern zwar beim Scheunenfest vorgestellt, danach aber eiskalt ignoriert hatte, tauchte plötzlich wieder auf. Weil die Zuschauer nichts von seiner Hofwoche gesehen hatten, musste Marco eben kurz nacherzählen, dass er und Laura sich gut verstanden haben, aber kein Paar geworden sind. Bei der Party des Staffel-Finales wurde dann aber wieder fleißig geflirtet.

Für Andreas sind aller guten Dinge drei

Passend zu dieser chaotischen Staffel, bei der man sich am Ende wundern musste, ob man nicht versehentlich bei "Frauentausch" statt "Bauer sucht Frau" eingeschaltet hatte, war es Farmer Andreas, der durch seine Interpretation des Mottos "Aller guten Dinge sind drei" für den emotionalen Höhepunkt des Finales sorgte. Der Schweizer, vor einigen Jahren nach Kanada ausgewandert, hatte Irmgard und Angelika zur Hofwoche eingeladen. Inge, die sich ebenfalls auf seinen Aufruf beworben hatte, ließ er beim Scheunenfest links liegen. Danach ging sie ihm aber nicht mehr aus dem Kopf und sie durfte als dritte Dame nach Kanada eingeflogen werden. Dort hat es dann so sehr gefunkt, dass den beiden und sogar Inges füheren Nebenbuhlerinnen beim Ansehen der Highlights Tränen der Rührung kamen. "So eine innige Liebe habe ich noch gar nie erlebt", erklärte der 68-Jährige ganz beseelt.

Doch es gab sie auch in dieser Staffel, die Paare, die sich ganz klassisch nach "Bauer sucht Frau"-Marnier gefunden haben. Stephan und Steffi, die von Minute eins ineinander verknallt waren, wollen zusammenziehen. Jörn und Oliwia haben sich verlobt und wollen eine gemeinsame Zukunft in Namibia aufbauen.

Wäre da noch Guy, der seine Kathrin während der Hofwoche komplett auf die Palme brachte, seinen Fauxpas danach aber wieder gutgemacht hat. Denn nach ihrem Mega-Streit erschienen der Luxemburger und die Erzieherin als Paar zum Staffel-Finale. "Es ging mir nicht gut, nachdem Kathrin abgereist ist. Ein paar Tage danach haben wir telefoniert und Kathrin ist noch mal auf den Hof gekommen. Alleine haben wir dann eine sehr schöne Hofwoche nachgeholt", sagte Guy. Ohne RTL die Hofwoche nachholen? Aus menschlicher Sicht mehr als verständlich, torpediert allerding ein wenig das Sendungskonzept.

Nicht geklappt hat es bei Matthias und Tayisiya. Wegen ihrer Tennis-Karriere hatte die 21-Jährige zu wenig Zeit für die Fernbeziehung. Auch Rinderzüchter Christian und Danielle, die nach der Hofwoche ein Paar waren, trennten sich noch vor dem Staffel-Finale. Und so müssen Christian und Matthias genau wie Marco, Nies, Dirk und Leopold weiter auf die Liebe warten. Vielleicht haben sie beim Staffel-Finale ja Nummern ausgetauscht. Ohne RTL-Kameras scheint das mit der Liebe ja besser zu klappen.


Quelle: Antje Rehse