Aus dem Bundesverteidigungsministerium heißt es, der Einsatz im westafrikanischen Mali sei der derzeit gefährlichste der Bundeswehr. "Uncoverded"-Reporter Thilo Mischke hat sich dennoch zu deutschen Soldaten in ein Einsatzgebiet gewagt, das als kaum zu befrieden gilt.

Erst im April wurde der Einsatz der Bundeswehr im westafrikanischen Mali verlängert. Im Rahmen zweier internationaler Missionen sollen deutsche Soldaten einen brüchigen Frieden in dem immer wieder von islamistischen Terrorangriffen erschütterten Land sichern. Wie herausfordernd das ist, zeigt, dass das Kontingent für den Einsatz bis nun Mai 2019 aufgestockt wurde – auf maximal 1100 statt bisher 1000 Soldaten. Sogar Todesopfer hat die Bundeswehr in Mali bereits zu beklagen. Im Sommer vergangenen Jahres starben zwei deutsche Soldaten bei einem Hubschrauber-Absturz.

Der Einsatz in dem nur schwer zu befriedendem Land gilt laut Bundesverteidigungsministerium als der derzeit gefährlichste. Das Problem ist, dass der Prozess der Aussöhnung rivalisierender Gruppen nur schleppend vorangeht. Auch ist es bisher nicht gelungen, die zahlreichen militanten Gruppen zu entwaffnen, die ein ausgehandeltes Friedensabkommen torpedieren. Im Rahmen der ProSieben-Reihe "Uncovered" wollte Reporter Thilo Mischke selbst erleben, wie deutsche Soldaten ihren "Alltag" in einer der gefährlichsten Gegenden der Welt bewältigen.

Investigativ-Reporter Mischke reiste er unter anderem nach Gao im Norden Malis. Dort ist ein Großteil des deutschen Einsatzkontingents in einem Camp Castor stationiert. Zu den Hauptaufgaben der Soldaten zählt es, mithilfe von Aufklärungsdrohnen und Spähpanzern, ein Lagebild der schwer vom Terror gezeichneten Region zu zeichnen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst