Danielle Darrieux war eine der ganz großen Schauspielerinnen des französischen Kinos. Jetzt ist sie im Alter von 100 Jahren verstorben.

Auf eine so lange Karriere können nur die wenigsten Schauspielerinnen zurückblicken: 1931, als sie gerade einmal 14 Jahre alt war, stand Danielle Darrieux zum ersten Mal vor der Kamera; zuletzt war sie 2010 in einem Film zu sehen. Wie erst jetzt bekannt wurde, starb Darrieux bereits am Dienstag im Alter von 100 Jahren in Nordfrankreich.

Danielle Darrieux kam 1917 in Bordeaux zur Welt und wuchs in Paris auf. Ab den 1930-ern sammelte sie erste Schauspielerfahrung, bevor ihr mit der Hauptrolle im Drama "Mayerling" 1936 der internationale Durchbruch gelang. Zwei Jahre später ging Darrieux nach Hollywood, wo sie an der Seite von Douglas Fairbanks jr. in der Komödie "The Rage of Paris" spielte. Wenig später kehrte sie allerdings zurück in ihre Heimat, wo sie trotz des beginnenden Zweiten Weltkriegs ihre Schauspielkarriere weiterführte.

Schlagzeilen auch außerhalb des Films

Nach dem Krieg zählte Darrieux zu den großen französischen Schauspielstars. Für "Der Fall Cicero" von Joseph L. Mankiewicz kehrte sie kurz nach Hollywood zurück, 1953 spielte sie in Max Ophüls' Novellenadaption "Madame de ..." die Hauptrolle. "Alexander der Große" sollte 1956 ihr letzter amerikanischer Film werden. In dem Historienepos spielte sie an der Seite von Richard Burton. Mehrmals war sie in Filmen von Julien Duvivier zu sehen, spielte unter der Regie von Claude Chabrol und noch im hohen Alter in François Ozons "8 Frauen".

"D.D.", wie sie sich auch nannte, machte nicht nur mit ihren vielen Film- und Theaterrollen Schlagzeilen, sondern auch mit ihren drei Ehen. Nach dem Tod ihres letzten Ehemannes lebte Darrieux mit einem neuen Partner zusammen – bis zuletzt gemeinsam in einem Anwesen in der Normandie.


Quelle: teleschau – der Mediendienst