Innerhalb weniger Tage hat die ARD ihre Krimi-Planung für den Neujahrstag zum zweiten Mal geändert. Sollte ursprünglich der Dortmunder "Tatort: Sturm" ausgestrahlt werden, wurde dieser zunächst durch eine andere "Tatort"-Folge ersetzt. Jetzt hat sich die ARD jedoch erneut umentschieden.

Eigentlich war alles klar. Am 1. Januar 2017 sollte der neue "Tatort" aus Dortmund im Ersten zu sehen sein. Nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt hat sich die ARD jedoch dazu entschieden, die "Tatort"-Folge zu verschieben.

"'Sturm' ist ein hochspannender 'Tatort' des WDR, der mit dem Selbstmordattentat eines Islamisten endet: mit Bildern und Eindrücken, die Assoziationen zum Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin wecken", erklärte ARD-Programmdirektor Volker Herres.

Ein "Tatort" müsse natürlich nah an gesellschaftlichen Realitäten sein, "aber mit Rücksicht auf die Opfer, ihre Angehörigen, Betroffene und das Empfinden von Zuschauern wollen wir diesen 'Tatort' nicht am Abend des ersten Tages im neuen Jahr, sondern mit größerem zeitlichen Abstand zeigen", so Herres weiter. Stattdessen werde am Neujahrstag der "Tatort: Söhne und Väter" zu sehen sein.

"Polizeiruf 110" ersetzt "Tatort"-Ersatz

Jetzt haben sich die Verantwortlichen allerdings erneut umentschieden. Am 1. Januar zeigt Das Erste nun um 20.15 Uhr den Rostocker "Polizeiruf 110: Angst heiligt die Mittel". Diesmal seien "organisatorischen Gründe" ausschlaggebend. Der "Tatort: Söhne und Väter" rückt daher wieder an seinen ursprünglichen Sendetermin, den 29. Januar 2017.

Wann der Dortmunder "Tatort: Sturm" ausgestrahlt wird – auch der sollte zwischenzeitlich am 29. Januar 2017 gezeigt werden – ist hingegen wieder völlig offen.