Nach mehr als 34 Jahren soll die "Lindenstraße" im Jahr 2020 abgesetzt werden – begründet wurde dies mit hohen Produktionskosten. Jetzt erklärte ARD-Programmdirektor Volker Herres gegenüber der "Fankfurter Allgemeinen", die Entscheidung sei vor allem aus inhaltlichen Gründen gefallen.

Seit dem Start der Serie im Jahr 1985 habe sich die Gesellschaft stark verändert. Ein Format wie die "Lindenstraße" bilde diesen Wandel nicht ab. Themen, die in der langlebigen Soap stattfinden, müssten in der heutigen TV-Landschaft anders umgesetzt werden, so Herres. Das sei auch der Grund, warum das Format in den letzten Jahren immer mehr Zuschauer verloren habe. Die sinkenden Zuschauerzahlen würden die hohen Produktionskosten nicht mehr rechtfertigen.

Unter Fans formierte sich unterdessen Widerstand gegen das Ende der "Lindenstraße": Eine Petition auf dem Portal "change.org", die schon mehrere Tausend Unterschriften sammeln konnte, fordert die Senderverantwortlichen auf, diesen Schritt zurückzunehmen.

Unverständnis äußerte auch Serienerfinder Hans W. Geißendörfer: "Wir sind bestürzt und können nur unser Unverständnis zum Ausdruck bringen, dass die ARD es offenbar nicht mehr als ihren Auftrag sieht, die Serie fortzusetzen", zitiert die "Bild" unlängst den 77-Jährigen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst