Was haben Michael 'Bully' Herbig, die Münchner "Tatort"-Kommissare Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl und Showmaster-Legende Thomas Gottschalk gemein? Sie wurden alle mit dem Karl-Valentin-Orden der Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla ausgezeichnet. Wie die Verantwortlichen des Vereins bekannt gaben, wird nun auch dem österreichischen Sänger Andreas Gabalier diese Ehre zuteil.

In einem Statement betonte die Gesellschaft die Parallelen zwischen dem "selbsternannte Volks-Rock'n'Roller" Gabalier und Karl Valentin, "der sich zeitlebens als Volkssänger sah". Außerdem lobten sie ausdrücklich den Gabalier-Song "A Meinung haben", den sie als "Loblied auf das Andersdenken, auf Menschen, die ihr politikverdrossenes Schweigen brechen und hinter ihrer Meinung stehen" bezeichneten. In dem Lied von 2015 sinniert Gabalier unter anderem: "Wie kann des sein, dass a poar Leut glauben zu wissen, wos a Land so wü". Die Narrhalla sieht in dem Song eine Anknüpfung an das berühmte Zitat von Karl Valentin: "Fremd ist der Fremde nur in der Fremde". Aus den ersten Kommentaren auf der Facebookseite der Narrhalla München geht hervor, dass die Entscheidung für den neuen Preisträger nicht unumstritten ist.

Gabalier erhält die Ehrung, die seit 1972 vergeben wird, auf dem Ball der Faschingsgesellschaft, der am 2. Februar in München stattfinden wird. Die Laudatio hält Peter Kraus.


Quelle: teleschau – der Mediendienst