Die ARD hat 2017 deutlich mehr Geld für ihre Produktionen ausgegeben als im Jahr zuvor. Am teuersten waren fiktionale Programme, vor allem die Eventfilme am Freitag.

792 Millionen Euro steckte die ARD 2017 in ihre Produktionen, das geht aus dem nun veröffentlichten Produzentenbericht für das genannte Jahr hervor. Knapp die Hälfte des Geldes floss in Fernsehfilme und Serien: 21,7 Prozent gingen für "reine" ARD-Produkte drauf. 24,7 Prozent verschlang die ARD-eigene, aber getrennt bewertete Produktionsgesellschaft Degeto. Auch die Bereiche Unterhaltung (10,7 Prozent) und Familie (15,5, Prozent) kosteten erkleckliche Summen.

Insgesamt stiegen die Produktionskosten der ARD gegenüber 2016 um satte 74 Millionen Euro. 70,8 Prozent des Geldes floss an unabhängige Produzenten und Lizenzgeber. Mit anderen Worten: Über 560 Millionen Euro gab die ARD 2017 für "Zulieferer" von Programmen aus. Diese Zahl ist allerdings gegenüber dem Vorjahr etwas gesunken. 2016 gingen noch 73,3 Prozent an externe Programmlieferanten.

Eine Minute "Tatort" kostete 2017 übrigens durchschnittlich 15.500 Euro. An der Spitze des ARD-Minutenpreises standen Eventfilme am Freitag. Sie verschlangen pro 60 Sekunden Bewegtbild 19.750 Euro.


Quelle: teleschau – der Mediendienst