Auch zwölf Jahre nach ihrem Verschwinden fehlt von Maddie McCann jede Spur. Eine neue Dokumentation rekapituliert nochmals die Ereignisse und versucht, Licht ins Dunkel zu bringen.

Am 3. Mai 2007 nahm das Leben der Eheleute Kate und Gerald McCann eine tragische Wendung. An jenem Donnerstagabend saßen die beiden Ärzte mit Freunden in einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz beim Abendessen. Ihre Tochter Madeleine schlief zur gleichen Zeit nur wenige Meter entfernt in ihrem Urlaubsbett, und doch fehlt von der damals Dreijährigen seither jede Spur. Eine neues Doku-Special von TLC mit dem Titel "Der Fall Maddie McCann" (Donnerstag, 22. August, 20.15 Uhr, danach kostenlos bei Joyn verfügbar) rollt den Fall nun erneut auf.

Kernstück des zweistündigen Beitrags ist das Erstellen einer "minutiösen Timeline", die das Verschwinden des Kindes rekonstruieren soll. TLC verspricht "exklusive Interviews und Erkenntnisse". Ermittler, Strafverfolgungsbehörden, das Anwaltsteam der McCanns und Journalisten kommen in dem Film zu Wort. Gegenstand der Dokumentation sind auch die Vorwürfe, denen sich die McCanns nach dem Verschwinden aussetzen mussten. Portugiesische Ermittler stellten Ermittlungen gegen das Ehepaar an und verdächtigten sie, sie hätten ihr eigenes Kind umgebracht.

"Der Fall Maddie McCann" ist dieses Jahr nicht das erste Format, das den Vermisstenfall aufarbeitet. Im März startete bei Streaminggigant Netflix die achtteilige True-Crime-Doku "Das Verschwinden der Madeleine McCann" und sorgte für einige Kontroversen. Selbst Kate und Gerald McCann, die zuvor die Mitarbeit an der Doku verweigert hatten, meldeten sich zu Wort. Auf ihrer Website "findmadeleine.com" kritisierten sie, die Sendung würde nichts zur Suche nach ihrem Kind beitragen. Vielmehr befürchteten die McCanns sogar, die laufenden polizeilichen Untersuchung würden dadurch erschwert.


Quelle: teleschau – der Mediendienst