Als grüner Muskelprotz Hulk ist Mark Ruffalo in den "Avengers"-Filmen permanent wütend – und auch in seiner neuesten Rolle steht nun Wut im Mittelpunkt. Ruffalo wird in einem noch unbetitelten Drama von Regisseur Todd Haynes ("Carol") gegen den Chemie-Giganten DuPont zu Felde ziehen.

Der Film basiert auf realen Tatsachen und setzt sich mit dem Verschmutzungsskandal des Konzerns auseinander. Die Oscar-Preisträger Anne Hathaway ("Les Misérables") und Tim Robbins ("Mystic River") wurden nun ebenfalls für das Drama bestätigt, berichtet das Branchenmagazin "Variety".

Im Jahr 2016 hielt der Skandal um den Chemiekonzern DuPont die Welt in Atem. Das Unternehmen hatte jahrzehntelang verschleiert, die hochgiftige Substanz Perfluoroctansäure (PFOA, auch C8 genannt) zu verwenden. Der Stoff birgt ein extremes Gesundheitsrisiko für den Menschen und belastet die Umwelt schwer, wurde von DuPont jedoch skrupellos in Gewässer in West Virginia abgeleitet. Insgesamt konnten sechs Krankheiten, einschließlich Hodenkrebs, mit dem chemischen Abfall in Verbindung gebracht werden, die bei immer mehr Anwohnern und Angestellten auftraten.

Ruffalo spielt den Anwalt Robert Bilott, der den Skandal mit aufdeckte und gegen den Chemie-Riesen vor Gericht zog. Bekannt wurde die Geschichte durch Nathaniel Richs "New York Times"-Artikel "The Lawyer Who Became DuPont's Worst Nightmare" (zu Deutsch: "Der Anwalt, der zu DuPonts schlimmstem Albtraum wurde"). Auch hinter der Kamera wird der Ruffalo den Film mit seiner Produktionsfirma "Killer Films" betreuen. Bilott selbst wird dem Team als Berater am Set zur Seite stehen. Die Dreharbeiten sollen nächste Woche in Cincinnati, im US-Bundesstaat Ohio, beginnen. Wann genau der Film in die Kinos kommt, ist noch unklar.


Quelle: teleschau – der Mediendienst