Mitten während einer Schulversammlung betreten Polizisten den Raum. Sie steuern auf Archie Andrews (KJ Apa) zu und nehmen ihn fest. Der Schüler soll einen Mord begangen haben, mehr wird nicht verraten. Dann wird der Bildschirm schwarz. Auf eine Antwort mussten die "Riverdale"-Zuschauer nach diesem Cliffhanger am Ende der zweiten Staffel lange warten. Ab Donnerstag, 11. Oktober, geht die auf den "Archie Comics" basierende Mystery-Serie bei Netflix weiter.

Die Ära "Blackhood", die die zweite Staffel dominierte, scheint vorbei zu sein, aber im nebeligen Riverdale kehrt noch lange kein Alltag ein. Zu viele Intrigen, Machtgelüste und geheime Machenschaften durchziehen hier die Gesellschaft. Und dann scheint es auch noch überirdische Kräfte zu geben ?

Dass die Macher von "Riverdale" ein Händchen für eine eindrucksvolle Bildsprache haben, das machen sie auch in der dritten Staffel klar. Gleich zu Anfang tobt eine fröhliche Poolparty auf dem Anwesen der Familie Blossom. Alles erstrahlt in bunten Farben, und nur kurz schwenkt die Kamera auf die Umgebung: ein abgebranntes Haus, eine schwarze Fassade. Der Schein wird in Riverdale gewahrt, das Dunkle verdrängen die Bewohner.

Vergnügt sind bei der Party nicht alle, denn es könnten Archies letzte Tage in Freiheit sein. Hiram Lodge (Mark Consuelos), ausgerechnet der Vater seiner Freundin Veronica (Camila Mendes), möchte ihm einen Mord anhängen und den Schüler hinter Gittern sehen. Denn der Rotschopf könnte seinen unlauteren Machenschaften gefährlich werden. Doch wie überzeugt man die Geschworenen, dass ein reicher Geschäftsmann es ausgerechnet auf einen Schüler abgesehen hat? Eine harte Aufgabe für die Jugendlichen rund um Betty (Lili Reinhart), Veronica und Jughead (Cole Sprouse). Archies Prozess bleibt aber nicht die einzige Herausforderung für die Bewohner Riverdales.

Hiram Lodge möchte die Southside in ein Gefängnis verwandeln. Wird sein Plan Erfolg haben? Und wie ergeht es Jughead Cole Sprouse) als Anführer der Serpents? Muss dieses Mal um einen der Protagonisten getrauert werden? Und was hat es mit zwei Jugendlichen auf sich, die fast bewusstlos und nackt vor einem Feuer auf dem Boden liegen? 22 neue Folgen kündigte der Streaming-Dienst an, und vor allem auf zwei neue Gesichter dürfen die Zuschauer gespannt sein. Endlich werden Jugheads Mutter (Gina Gershon) und seine Schwester Jellybean (Trinity Likins) zu sehen sein. Auch Toni Topaz (Vanessa Morgan) wird eine größere Rolle erhalten.

Die Jugendlichen sind inzwischen genauso tief in dunkle Machenschaften verstrickt, wie die Erwachsenen, und hinter jeder hübschen Fassade vermutet man inzwischen noch ein unheilvolles Geheimnis. Der Sommer scheint in Riverdale mit einem Wimpernschlag wieder vorbei zu sein, es dominiert das Düstere. Die Serie überzeugt immer noch mit ihrem Retro-Charme und den Sepia-Farben. An Überraschungsmomenten und spannenden Handlungssträngen besteht auch weiterhin kein Mangel. Bleibt zu hoffen, dass "Riverdale" den roten Faden behält und sich nicht in zu viele einzelne Handlungsstränge verläuft.


Quelle: teleschau – der Mediendienst