2015 brachte Bond-Produzentin Barbara Broccoli selbst die Idee eines weiblichen James Bond ins Spiel. Drei Jahre später klingt das aber ganz anders.

Tom Hardy? Tom Hiddleston? Viel zu naheliegend: Seit sich Twitter-User 2016 in einer Kampagne für sie stark machten, fällt in der Diskussion um Daniel Craig Bond-Nachfolger immer wieder auch der Name Gillian Anderson. Doch von der Idee einer Jane Bond müssen sich Fans der "Akte X"-Darstellerin wohl verabschieden: "Bond ist männlich", sprach Produzentin Barbara Broccoli nun im britischen "Guardian" ein Machtwort. "Er ist eine männliche Figur. Er wurde als Mann geschrieben und ich denke, dass er ein Mann bleiben wird. Und das ist in Ordnung."

Damit revidiert Broccoli die Aussage, die sie 2015 im Magazin "GQ" traf: "Bond ist wie Hamlet, der im Laufe der Zeit schon von unterschiedlichsten Menschen gespielt wurde, auch von Frauen. Also könnte auch Bond eine Frau sein", meinte sie damals.

Statt Agent 007 einer "Ghostbusters"-Behandlung zu unterziehen – der dritte Teil der Reihe wurde mit weiblichem statt männlichen Hauptcast gedreht – plädiert die 58-Jährige inzwischen für eine andere Lösung: "Wir müssen keine männlichen Charaktere in weibliche umwandeln. Lasst uns einfach mehr weibliche Figuren erschaffen und ihnen Geschichten geben, die zu ihnen passen".

Damit schlägt Broccoli in dieselbe Kerbe wie Ex-Bond-Girl Rosamund Pike ("James Bond - Stirb an einem anderen Tag"): "Man kann nicht jede Figur nehmen und sagen: 'Sie ist jetzt eine Frau'. Meiner Meinung nach unterschätzt man damit Frauen. Wirklich nichts an der Figur James Bond, die Ian Fleming geschaffen hat, ähnelt einer Frau", erklärte die "Gone Girl – Das perfekte Opfer"-Schauspielerin im Magazin "Uproxx". "Wie wäre es mit einer Wahnsinnsagentin, die in ihrer eigenen Reihe ihre Frau steht?"

Der nächste James-Bond-Film soll am 14. Februar 2020 in die Kinos kommen – mit Daniel Craig in der gewohnt männlichen Hauptrolle.


Quelle: teleschau – der Mediendienst