„Screamboat“ sorgt für Grusel – Disney bringt „Lilo & Stitch“ zurück






Die Maus steht glückselig pfeifend hinter dem Steuer eines Dampfers, kabbelt sich ein wenig mit Kater Karlo, bändelt mit Minnie Maus an: Viel mehr passiert nicht in den knapp acht Minuten von "Steamboat Willie" (1928). Und doch schrieb dieser kurze Zeichentrick-Movie Geschichte: als erster Auftritt von Micky Maus, dem bis heute prominentesten Aushängeschild von Disney.
In der Unterhaltungsindustrie und speziell für die Walt Disney Company war seither kaum etwas so heilig wie Micky Maus. Aber so ein Heiligtum hat laut US-Gesetz auch ein Verfallsdatum. Und wenn das überschritten ist, ... dann kann es auch solche Filme geben wie jetzt den Horrorstreifen "Screamboat". Der Film erscheint nun ebenso wie das (horrorfreie) Live-Action-Remake von Disneys "Lilo & Stitch" und die Actionkomödie "Guns Up" auf DVD und Blu-ray.
"Screamboat" (Veröffentlichung am 4. September)
Das Urheberecht für Disneys "Steamboat Willie" war Anfang 2024 kaum ausgelaufen, da hatte der Autor und Regisseur Steven LaMorte schon seinen FSK-18-Slasher "Screamboat" angekündigt. Die Geschichte zu diesem Albtraum aus dem Kinderzimmer geht so: Spätnachts, wenn die meisten Menschen in New York schon schlafen, entschließt sich Cindi (Kailey Hyman) noch zu einer Bootsfahrt in Big Apple. Dann aber verschwindet auf der Fähre ein Fahrgast nach dem anderen. Wo sind sie nur geblieben? Alle abgemurkst von Screamboat Willie! Kann Cindi der grausamen Killermaus (verkörpert von "Terrifier"-Star David Howard Thornton) entkommen und sich zwischen all den "großen Morden" und "lauten Lachern", die der Film verspricht, in Sicherheit bringen?
Mit "Steamboat Willie" gelang Walt Disney vor knapp 100 Jahren ein echter filmischer Meilenstein, von "Screamboat" wird das jetzt oder auch in Zukunft wohl niemand behaupten. 2023 versetzte bereits "Winnie the Pooh: Blood and Honey" das Publikum in Angst und Schrecken. Weitere Horror-Adaptionen populärer Zeichentrick-Klassiker sind bereits in Arbeit: Neben "Pinocchio: Unstrung", "Peter Pan's Neverland Nightmare" und "Bambi: The Reckoning" soll es demnächst sogar ein "Mickey vs. Winnie"-Crossover geben.
Preis DVD: circa 13 Euro
US, 2025, Regie: Steven LaMorte, Laufzeit: 98 Minuten
"Lilo & Stitch" (Veröffentlichung am 5. September)
"Lilo & Stitch" war 2002, immerhin sieben Jahre nach dem Animations-Meilenstein "Toy Story", einer der letzten großen Zeichentrick-Filme von Disney. Das "Lexikon des Internationalen Films" feierte das Werk von Dean DeBlois und Chris Sanders als "erfrischend frech", vor allem natürlich aufgrund des kratzbürstigen, brandgefährlichen und doch so liebenswürdigen kleinen blauen außerirdischen Unruhestifters Stitch. Ob die Kids von heute den alten Stitch überhaupt noch kennen? Fraglich. Die Eltern aber werden sich sicher erinnern und erfreut feststellen: Stitch hat den Wechsel vom Trick- zum (animierten) Realfilm gut gemeistert. Er sieht, auch wenn es eine ganz andere Filmtechnik ist, eigentlich genauso aus wie damals und bringt auch den gleichen rebellischen Charme mit. Auch die Geschichte ist weitgehend unverändert: Die kleine Lilo (Maia Kealoha), ein Mädchen aus Hawaii, wird auf dem Schulhof herumgeschubst und leidet unter dem vielen Streit, der in ihrer Familie herrscht. Sie wünscht sich nichts mehr als Harmonie und Freundschaft. Und dann fällt Stitch vom Himmel, ein "gefährliches Experiment" aus dem All mit dem Potenzial, ganze Planeten auszulöschen. Dabei ist er doch so knuffig! Lilo adoptiert Stitch, und das ebenso turbulente wie herzergreifende Abenteuer nimmt seinen Lauf ...
Preis DVD: circa 15 Euro
US, 2025, Regie: Dean Fleischer Camp, Laufzeit: 103 Minuten
"Guns Up" (Veröffentlichung am 5. September)
Der Publikumsliebling trägt auf einmal Glatze mit Blutspritzern und setzt einen besonders grimmigen Blick auf: Als die ersten Bilder zu "Guns Up" im Netz auftauchten, deutete vieles auf einen Kevin-James-Film der ungewöhnlichen Sorte hin. Das ist diese US-Produktion auch, keine Frage. Der Film verzichtet weitgehend auf den Slapstick, den man sonst so von Kevin James kennt. Aber lustig und unterhaltsam soll das Ganze natürlich trotzdem sein. James prügelt und ballert sich in "Guns Up" als No-Bullshit-Schuldeneintreiber Ray Hayes durch einen dezent abgründigen Thriller, hat dabei aber immer auch einen lockeren Spruch auf den Lippen. Gewalt und Coolness, in "Guns Up" wird beides auf ähnliche Weise verknüpft wie zuletzt etwa auch in der "John Wick"-Reihe. Dass in diesem Film irgendwann richtig die Fetzen fliegen, hat aber nichts mit einem toten Schoßhund zu tun: Ray Hayes ist nicht nur ein sehr talentierter Schläger, sondern auch Familienvater, und er will seine Kinder nicht länger anlügen, wenn es um seinen Job geht. Also fassen er und Gattin Alice (Christina Ricci) den Plan, dieses brutale alte Leben hinter sich zu lassen und mit einem eigenen Diner ganz neu anzufangen. Doch das Milieu, in dem Ray über so viele Jahre tätig war, ist keines, aus dem man einfach so aussteigt ...
Preis DVD: circa 13 Euro
US, 2025, Regie: Edward Drake, Laufzeit: 89 Minuten
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH