Sarah Tacke enthüllt: Gehaltstransparenz in neuer ZDF-Doku



In Deutschland gilt es fast als ungeschriebenes Gesetz: Über Geld redet man nicht! – Doch warum eigentlich? In der neuen ZDF-Doku "Die Wahrheit über Arbeit und Geld" (Dienstag, 2. September, 20.15 Uhr) geht Moderatorin und Journalistin Sarah Tacke genau dieser Frage auf den Grund – und liefert spannende Antworten.
Im Interview mit der Agentur teleschau verrät die 42-Jährige vorab, wie sie persönlich mit dem Thema umgeht. Anders als viele andere schweigt sie im Freundes- und Familienkreis nicht. Allerdings betont sie: Sie spricht "nicht öffentlich" darüber. Für Tacke ist das ein entscheidender Unterschied, wenn es darum geht, über das Gehalt zu sprechen. Denn: "Gerade unter Freundinnen und Kolleginnen versuchen wir uns abzugleichen, auch um sicherzustellen, dass wir uns nicht qua Geschlecht schlechter bezahlen lassen."
Sarah Tacke: Eine Journalistin und promovierte Juristin
Doch die Journalistin weiß, "dass es bei vielen immer noch Unbehagen auslöst, offen übers Geldverdienen zu sprechen". Genau hier setzt ihre Doku an. Der Film zeige: "Transparente Gehälter können zu gerechteren Gehältern führen."
Sarah Tacke kennt sich mit Gerechtigkeit aus – schließlich ist sie nicht nur Journalistin, sondern promovierte Juristin. Schon während des Studiums in Freiburg, Lausanne und Hamburg arbeitete sie als Reporterin. Später zog es sie ins Fernsehen: erst zum NDR, dann in die großen Nachrichtenstudios. Heute leitet sie beim ZDF die Redaktion Recht und Justiz und moderiert das Verbrauchermagazin "WISO".
Im Vergleich mit Norwegen: "Transparenz ist ein Teil des gesellschaftlichen Vertrauens"
Ein Blick ins Ausland zeigt, dass es auch anders geht. Tacke schwärmt von Norwegen: "In Norwegen ist Transparenz ein Teil des gesellschaftlichen Vertrauens. Das gibt es da schon seit dem 19. Jahrhundert, seit 1863. Früher konnte jeder in dicken Büchern einsehen, wie hoch das zu versteuernde Einkommen eines jeden anderen ist, mittlerweile geht das einfach online bei der norwegischen Steuerbehörde."
Bei ihrer Reise dorthin erlebte sie, wie normal dieses offene Miteinander ist: "dass es schon fast eine Selbstverständlichkeit ist, kein besonderes Thema." Was diese Transparenz bringt, erklärt die Journalistin im Interview mit der teleschau so: "es gibt viel mehr Vergleichsmöglichkeiten, und das versetzt alle Beteiligten eher in die Lage, dass es weniger Ungerechtigkeiten gibt. Andererseits sind viele langfristige Konsequenzen dieser Transparenz noch immer nicht richtig erforscht. Spannend ist das Projekt allemal."
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH