Jacques Breuer

Unterschätzen Sie mich nicht! Jacques Breuer
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Unterschätzen Sie mich nicht! Jacques Breuer (als Staatsanwalt)
Jacques Breuer
Geboren: 20.10.1956 in München, Deutschland

Sein Weg als Schauspieler und Regisseur ("Affären", 1994) war vorgezeichnet. Urgroßvater Hans Breuer machte als Wagner-Sänger von sich hören; Jacques Vater Siegfried Breuer jr. gehörte zu den UfA-Stars und auch Bruder Pascal ist ein bekannter Theater- und TV-Darsteller, mit dem Jaccques auch schon gemeinsam vor der Kamera stand ("Ein Fall für zwei - Tod im Motel", 1995).

Ähnlich wie z.B. Hannes Jaenicke war der sportliche Mime mit Yuppie-Ausstrahlung im ersten Karrieredrittel gefragt, wenn es den (aufmüpfigen) Liebhaber, den zwielichtigen Bösewicht, den arroganten Jungunternehmer, den Anwalt oder Arzt (als Kollege von "Dr. Stefan Frank - Der Arzt, dem die Frauen vertrauen", 1995) zu spielen galt. Mit seiner mal locker-albernen, mal nervös-durchtriebenen Art ist Jacques Breuer seit 1975 sowohl am (Boulevard-)Theater wie beim Fernsehen sowie gelegentlich beim Kinofilm ("Jeder stirbt für sich allein", 1975; "Taugenichts", 1977) gut im Geschäft. Daneben leiht er seine Stimme inzwischen als Synchronsprecher, etwa Viggo Mortensen, der in der Der Herr der Ringe - Die Gefährten-Trilogie den Aragorn spielt.

Nach der Ausbildung an der Otto Falckenberg-Schule München (1973-1975) führte ihn sein erstes Engagement an das Münchner Residenztheater. Weitere Stationen sind u.a. das Volkstheater Wien, die Münchener Kömödie, die Sommerspiele Wien und das Theater an der Wien. 1980 hatte er mit Kollegin Sissy Höfferer und Regisseur András Fricsay Kali Son für drei Jahre die freie Theatergruppe "Zauberflöte" gegründet. An der Seite von Sissy Höfferer war Jacques Breuer bereits kurz zuvor als Haudegen und Geliebter in der vierteiligen Jules-Vernes-Verfilmung "Mathias Sandorf" (1979) aufgefallen.

Die Filmkarriere entwickelte sich nach bekanntem Muster über Rollen in bekannten Serien ("Derrick", "Der Alte", "Ein Fall für Zwei"). Parallel dazu Haupt- und bessere Nebenrollen im Fernsehspiel: Als aalglatt-egoistischer Asisstent eines Bauunternehmers (Friedrich von Thun) im "Tatort - Alles Palermo" (1983). Als linkischer Kripo-Beamter Schröder rund um den Münchener Hauptbahnhof in "Café Europa" (1990). Als verzweifelter Vater in dem Melodram "Schlag weiter, kleines Kinderherz!" (1995). Als Schuhfetichist in Liebesnöten in der Komödie "Liebe, Leben, Tod" (1996). Als Zugpassagier auf Hochzeitsreise in dem Thriller "Amokfahrt zum Pazifik" (2001). Als beraubter Geschäftsmann neben Götz George und Gudrun Landgrebe in der Krimikomödie "Verliebte Diebe" (2002). Als rechte Hand des Exil-Königs Rudolph von Sachenien (Horst Tappert) in der Generationen-Komödie "Herz ohne Krone" (2002). Als engagiert übereifriger Staatsanwalt in dem Krimi "Toskana-Karussell" (2002).

Weitere Filme: "Die Heiratsvermittlerin" (1975), "Berlin Tunnel 21" (1981), "Morenga" (1985), "Tatort - Der Mord danach" (1985), "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" (1986), "Die Narbe" (1986), "Unsichtbare Mauern" (1989), "Lautlos" (1991), "Rosamunde Pilcher - Karussell des Lebens" (1994), "Mutter mit 18" (1995), "Tatort - Bienzle und die Feuerwand" (1995), "Bruder, ich brauche dein Blut" (1995), "Zwei Brüder - In eigener Sache" (1996), "Tatort - Todesbote", "Zum Sterben schön" (beide 1997), "Der Schnapper: Blumen für den Mörder" (1998), "Der Bulle von Tölz - Ein Orden für den Mörder" (1998), "Tatort - Blinde Kuriere" (1999), "Midsommar Stories" (1999), "Der Zauber des Rosengartens" (2001), "Polizeiruf 110 - Um Kopf und Kragen", "Die achte Todsünde: Toskana-Karussell" (beide 2002), "Verliebte Diebe" (2003), "Mama und der Millionär", "Ewig rauschen die Gelder" (beide 2005), "Ludenmann macht fertig" (2006).


Zur Filmografie von Jacques Breuer
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