Die Fliege am Tatort: Karl-Heinz von Hassel.
Fotoquelle: HR / ARD

Karl-Heinz von Hassel

Lesermeinung
Geboren
08.02.1939 in Hamburg, Deutschland
Gestorben
19.04.2016 in Hamburg, Deutschland
Sternzeichen
Biografie

Die meisten Zuschauer kannten Karl-Heinz von Hassel als "Die Fliege" ("Fliege kehrt zurück"), einen schroffen, aber stets elegant gekleideten Frankfurter Kommissar, der mit seinem ungewöhnlichen Bekleidungsaccessoire in der "Tatort"-Reihe modische Akzente setzte.

In Hamburg machte er seinen Realschulabschluss und absolvierte anschließend eine Ausbildung zum Import- und Exportkaufmann. Nebenbei nahm er abends Schauspielunterricht und läutete 1960 mit seinem ersten Engagement in Schleswig seine Theaterkarriere ein.

Bühnenauftritte in der Schweiz und Deutschland

Neben Bühnenauftritten in der Schweiz (Zürich) und der gesamten Bundesrepublik (Bielefeld, Konstanz, Braunschweig, Hamburg, Stuttgart und Bremen), trat Karl-Heinz von Hassel zunehmend auch bei Fernsehproduktionen auf. Etwa: "Vier gegen die Bank" (1976), "Jauche und Levkojen" (1979) und "Berlin Alexanderplatz". Auch im Kino machte er auf sich in Filmen wie "Die Ehe der Maria Braun" (1979), "Lili Marleen" (1981) und "Der Sommer des Samurai" (1986) aufmerksam.

Seit seinem ersten Auftritt in der Tatortfolge "Auf offener Straße" (1971) prägte er die Fernsehreihe in den unterschiedlichsten Rollen von A wie Assistent über O wie Opfer bis V wie Verbrecher - dies dann auch ohne Fliege. Eine seiner bemerkenswerten "Tatort"-Rollen hatte von Hassel in der Episode "Kein Kinderspiel", in der er den Vater eines kleinen Mädchen spielt, das Suizid begeht. Doch erst in der Rolle des Kommissars Edgar Brinkmann (erstmals am 13. Oktober 1985 in der Episode "Schmerzensgeld") wurde der Schauspieler sozusagen in den Olymp dieser Krimi-Reihe aufgenommen.

Zu seinen besseren Auftritten gehörten die Folgen "Mordnacht" (1995), "Frankfurt - Miami" (1996) und der "Tod fährt Achterbahn" (1999). Seine Figur des manchmal schroffen aber ansonsten höflich - distanzierten und ironischen Schnüfflers im klassischen Look, entwickelte der Schauspieler zusammen mit seiner Ehefrau Karin von Hassel - einer Stylistin, mit der er seit 1963 verheiratet ist. Die Symbolik seines wichtigsten Markenzeichens erklärte er persönlich in einem Interview anlässlich des 400. Tatorts: "Es ist doch so: Wenn es stinkt, dann setzt sich eine Fliege drauf."

Im Alter von 77 Jahren ist von Hassel am 19. April 2016 in Hamburg nach kurzer schwerer Krankheit verstorben.

Weitere Filme mit Karl-Heinz von Hassel: "Old Shaky" (1966), "Ende der Vorstellung 24 Uhr" (1970), "Kriminalmuseum - Wer klingelt schon zur Fernsehzeit?" (1970), "Tatort - Auf offener Straße", "Operation Walküre" (beide 1971), "Tatort - Strandgut", "Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck" (Serie, beide 1972), "Tatort - Jagdrevier", "Wenn alle anderen fehlen" (beide 1973), "Tatort - Gefährliche Wanzen", "Im Vorhof der Wahrheit" (beide 1974), "Tatort - Die Rechnung wird nachgereicht", "Stellenweise Glatteis", "Schaurige Geschichten", "LH 615 - Operation München" (alle 1975), "Tatort - Augenzeuge", "Vier gegen die Bank" (beide 1976), "Planübung", "Bolwieser" (beide 1977), "Schusters Gespenster", "Wallenstein", "Alcaptar" (alle 1978), "Gefangen in Frankreich: Theodor Fontane im Krieg 1870/71", "Tatort - Zweierlei Knoten" (beide 1979), "Tatort - Kein Kinderspiel", "Tatort - Hände hoch, Herr Trimmel!" (beide 1980), "Lola", "Die Zeit dazwischen" (beide 1981), "Die Sehnsucht der Veronika Voss", "Querelle" (beide 1982), "Kiez - Aufstieg und Fall eines Luden", "Im Zeichen des Kreuzes" (beide 1983), "Kleine Stadt, ich liebe dich" (1985), "Der Hochzeitstag" (1985), "Manuel", "Tatort - Automord", "Zerbrochene Brücken", "Engels & Consorten" (alle 1986), "Tatort - Blindflug" (1987), "Schwarz-Rot-Gold - Schwarzer Kaffee", "Geierwally", "Die Bertinis" (alle 1988), "Tatort - Kopflos" (1989), "Tatort - Tod einer Ärztin", "Tatort - Rikki" (beide 1990), "Die Männer vom K3 - Auf Sand gebaut", "Tatort - Verspekuliert" (beide 1992), "Tatort - Renis Tod", "Clara" (beide 1993), "Tatort - Der Rastplatzmörder" (1994), "Tatort - Eine mörderische Rolle", "Tatort - Mordnacht", "Tatort - Mordauftrag", "Zwei Brüder - Die lange Nacht", "Glück auf Kredit", "Brennendes Herz" (alle 1995), "Tatort - Freitags Mörder", "Tatort - Frankfurt - Miami", "Zwei Leben hat die Liebe" (alle 1996), "Tatort - Eulenburg", "Tatort - Das Totenspiel", " Tatort - Todesbote", "Tatort - Akt in der Sonne" (alle 1997), "Tatort - Rosen für Nadja", "Tatort - Gefährliche Zeugin", "Der Handymörder", "Tatort - Der Heckenschütze" (alle 1998), "Tatort - Blinde Kuriere", "Tatort - Der Tod fährt Achterbahn" (beide 1999), "Tatort - Nach eigenen Gesetzen", "Tatort - Mord am Fluss", "Tatort - Mauer des Schweigens" (alle 2000), "Tatort - Unschuldig", "Tatort - Havarie" (beide 2001), "Fliege hat Angst" (2004).

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