Innerhalb weniger Tage werden die Leichen zweier hübscher junger Mädchen am Strand von Kampen/Sylt angespült. Die eine, Christa Kassdorf, hatte kurz vorher den zum Urlaub auf der Insel weilenden Regierungsdirektor Warrlau kennen- und schätzengelernt. Er allerdings dürfte sich an ihrem Tod kaum schuldig gemacht haben, denn als sie ertrank, lag er, übel zugerichtet, in der kleinen Privatklinik des Inselarztes Dr. Kühne. Die andere Tote, Manuela Borsdorf, war mit diesem Arzt eng befreundet, hatte allerdings dieselben gemeinsamen Bekannten wie Christa Kassdorf: das Brüderpaar Helmut und Karli Possky. Es dauert eine ganze Weile, ehe Kommissar Finke und sein Assistent Jessner dahinterkommen, auf welche Weise das mehrfach vorbestrafte Gaunerpaar die beiden Mädchen für sich hat arbeiten lassen. Des Mordes freilich ist damit noch niemand überführt, zumal sich Regierungsdirektor Warrlau an rein gar nichts erinnern kann, nicht einmal an einen Überfall in der Düne. Da der Obduktionsbericht überdies in beiden Fällen von "gewaltlosem Tod durch Ertrinken" spricht, hat Finke es schwer, einen Mordbeweis zu erbringen.

Eine frühe Regiearbeit des späteren deutschen Hollywood-Exports Wolfgang Petersen, der 1977 mit "Tatort - Reifezeugnis" seinen Durchbruch erzielte. Das Drehbuch, das ganz auf den betulichen und zurückgenommenen Ermittlungsstil von Klaus Schwarzkopf zugeschnitten ist, schrieb Herbert Lichtenfeld (1922-2001), der von 1971-1984 für insgesamt 19 Folgen der erfolgreichen Krimireihe die Bücher lieferte.