Mai 1632: König Gustav Adolf von Schweden dringt unaufhaltsam nach Süddeutschland vor. Tilly ist gefallen, der Bayerische Kurfürst Maximilian ist in den äußersten Zipfel seines Landes geflohen. Wallenstein wird erneut zum Generalissimus ernannt, mit der Vollmacht auch zu diplomatischen Verhandlungen. Seine Taktik bleibt die gleiche: den Gegner lahm legen, ihn blockieren, ihn ausbluten lassen. Bei Lützen, in der Nähe von Leipzig, prallen die beiden Heere dennoch schließlich aufeinander. Gustav Adolf fällt in der Schlacht, der Ausgang des Treffens freilich bleibt unentschieden. Wallenstein erkennt, dass nur ein allgemeiner Verständigungsfriede dem Krieg ein Ende machen kann. So verhandelt er mit allen Seiten. Geschickt weiß der Bayerische Kurfürst Maximilian Gerüchte darüber auszunutzen, um den Sturz seines Antipoden durchzusetzen. Am 24. Januar 1634 wird in einer geheimen Konferenz die Absetzung Wallensteins beschlossen. Am 18. Februar ergeht das Proskriptionspatent. In einer stürmischen Februarnacht des Jahres 1634 dringen in Eger als Mörder gedungene Offiziere in Wallensteins Schlafzimmer ein und töten den Generalissimus.

Ein farbenprächtig und aufwändig in Szene gesetzter historischer Vierteiler mit guter Besetzung von Franz Peter Wirth ("Operation Walküre") über das Leben des berühmten Oberbefehlshabers der kaiserlichen Streitkräfte und Generalissimus des 30-jährigen Krieges. Der Regisseur drehte hier nach dem Buch von Leopold Ahlsen ("Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck"), dass dieser in enger Abstimmung mit Golo Mann verfasste, dessen wegweisende Biographie "Wallenstein. Sein Leben erzählt von Golo Mann" 1971 erstmals erschienen war. "Wallenstein" war mit über sechs Millionen Mark die bis dahin teuerste Produktion des deutschen Fernsehens.

Foto: S.A.D.