Das Filmstudio Disney hat bereits zahlreiche Sportfilme wie "Gegen jede Regel" (2000) oder "Miracle - Das Wunder von Lake Placid" (2004) auf den Markt gebracht. Was Mira Nairs Werk von den Vorgängern unterscheidet, ist, dass es den Weg zum Erfolg nicht so stark beschönigt. Denn obwohl darin ein ugandisches Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen zu einer der besten Schachspielerinnen der Welt aufsteigt, wirkt die Story nicht verklärt und realitätsfremd.

Verborgenes Talent

Die zehnjährige Phiona (Madina Nalwanga) lebt mit ihrer Mutter Harriet (Lupita Nyong'o) in einem Armenviertel im ugandischen Kampala. Das Mädchen kann weder lesen noch schreiben und trifft auf den Missionar Robert Katende (David Oyelowo), der den Kindern in dem Dorf das Schachspielen beibringen will.

Schnell kann sich Phiona für das Spiel begeistern und sie zeigt auch eine überdurchschnittlich große Begabung. Bei immer mehr Turnieren kann sie Siege für sich einfahren, doch der Erfolg hat auch einen Preis: Sie muss ihre Familie dafür im Stich lassen. Kann sie mit ihrer Leidenschaft einen Weg aus der Armut finden?

Überzeugender Schauspiel-Neuling

Das Werk punktete nicht nur mit seiner reduzierten Art, die zwar den Optimismus der Protagonistin transportiert, aber dabei nicht plakativ wirkt. Großen Anteil an der authentischen Erzählung trägt Newcomerin Madina Nalwanga, die mit ihrem Spiel die ebenfalls starken Hollywoodstars Lupita Nyong'o ("12 Years a Slave", 2013) und David Oyelowo ("Selma", 2014) überstrahlt.