Nat Turner (Nate Parker) ist Geistlicher. Allerdings kann er seine Botschaften nicht frei kundtun – er ist nämlich Sklave in Gefangenschaft des mächtigen Samuel Turner (Armie Hammer). Dieser gerät eines Tages in finanzielle Schwierigkeiten.

Zur Abwendung seiner Pleite bekommt der Geschäftsmann einen geldbringenden Deal vorgeschlagen: Er soll sich Nats Eloquenz zunutze machen, um den drohenden Aufstand der Sklaven zu vereiteln. Samuel sagt zu, wodurch Nat gezwungen wird, die Fronten zu wechseln. Doch irgendwann kann der Prediger die Unterdrückung seines Herren nicht mehr mitansehen und unterstützt die Revolution der Sklaven.

Biografische Meisterleistung

An einen Film, der von einer realen Begebenheit inspiriert ist, stellt man die Erwartung einer außergewöhnlichen Geschichte – eine, die so noch nie dagewesen ist und bewegt. Der erstgenannten Anforderung wird die Produktion von Regisseur und Drehbuchautor Nate Parker, der dabei auch die Hauptrolle übernahm, zwar nicht gerecht: es gab bereits einige Filme, die sich ebenfalls mit der Thematik der Sklaverei in den USA auseinandersetzten. Doch dies schadet dem Gesamtpaket keineswegs, denn alle anderen Ansprüche erfüllt der Streifen vollkommen.

Das geschilderte Schicksal ist keine seichte Abendunterhaltung, es wühlt den Zuschauer auf und lässt ihn wütend werden, weshalb derartige Ungerechtigkeiten damals zugelassen wurden. Dazu tragen vor allem die sensibel gezeichneten Figuren bei. All diejenigen, die aufgrund der großen Emotionalität nun zurückschrecken, sich "The Birth Of A Nation - Aufstand zur Freiheit" anzusehen, können aber besänftigt werden: Die Gefühlswelt gewinnt nicht die Oberhand. Im zweiten Teil der Handlung steht die fesselnde Revolte im Vordergrund.