Lance Armstrong (Ben Foster) ist einer der erfolgreichsten Radrennprofis seiner Zeit. Doch geht bei den Wettkämpfen alles mit rechten Dingen zu?

Für seine Zeitung, die "Sunday Times", begleitet Journalist David Walsh (Chris O'Dowd) die Tour de France im Jahr 1999. Ein Rennfahrer hat dabei seine besondere Aufmerksamkeit. Es ist Lance Armstrong, der erst kurz zuvor seine Krebserkrankung besiegt hatte und nun Etappe um Etappe das gelbe Trikot verteidigt. Der Journalist ist sich sicher, dass hier nur Doping im Spiel sein kann. Während Armstrong immer wieder beteuert, clean zu sein, gräbt Walsh immer tiefer in den dunklen Kapiteln des Radrennsports - und bringt sich damit selbst in große Gefahr.

Recherche als Berufung

Der packende und schockierend ehrliche Film unter der Regie von Stephen Frears ("High Fidelity", 2000) basiert auf dem Buch "Seven Deadly Sins: My Pursuit of Lance Armstrong" (2012) des irischen Journalisten David Walsh, das auch als "Sportbuch des Jahres" mit einem "Irish Book Award" ausgezeichnet wurde. Darin beschreibt er seinen 13 Jahre dauernden Kampf, die Wahrheit hinter den sieben Tour-de-France-Siegen von Lance Armstrong ans Licht zu bringen.

Nachdem aufgedeckt wurde, dass der amerikanische Radrennprofi gedopt ist, wurden ihm alle sieben Titel aberkannt, und er erhielt eine lebenslange Sperre. Walsh schrieb allerdings mehr als ein Buch über den Radsport: 1994 erschien "Inside the Tour De France" und 2007 "From Lance to Landis: Inside the American Doping Controversy at the Tour de France".