Die Geschichte darüber, wie McDonalds zur Weltmarke wurde, liefert eigentlich den Stoff einer klassischen Biografie. Regisseur John Lee Hancock entschied sich aber dazu, den Werdegang einer Person zu inszenieren, die auf den ersten Blick eigentlich nur eine Nebenfigur darstellt. Sie erzählt von Ray Kroc (Michael Keaton), dem Mann, der die Franchise-Rechte für den Fastfood-Giganten erwarb.

Der Weg zum Weltkonzern

Ray arbeitet Anfang der 1950er-Jahre als Vertreter für eine Milchshake-Mixer-Firma. Dadurch wird er auf die Brüder Dick (Nick Offerman) und Mac McDonald (John Carroll Lynch) aufmerksam, die mit einer geradezu revolutionären Idee für ihr perfekt durchorganisiertes Schnellrestaurant durchstarten.

Mit viel Geduld und Verhandlungsgeschick kann er die McDonalds dazu überreden, ihm die Rechte für das Franchise ihrer Marke zu übertragen. Der emsige Geschäftsmann investiert viel Arbeit und Mühe, um das Unternehmen groß zu machen.

Pluspunkte für den Egoisten

Nicht nur mit der Wahl des Protagonisten bricht Hancock mit dem klassischen Biopic-Muster. In der Regel ist der Held bei Werken dieses Genres, die den Werdegang eines Unternehmers zeigen, ein Sympathieträger, mit dem der Zuschauer mitfiebert. Doch ab der Hälfte des Films offenbart sich in "The Founder", dass Ray nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht und skrupellos ist.

Gerade diese Wendung macht das Werk interessant. Deshalb wäre es wünschenswert gewesen, wenn Hancock auf den unsympathischen Ray intensiver eingegangen wäre und den ersten Teil des Films schneller abgehandelt hätte.